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Oberbergischer Kreis übte Zusammenarbeit im Tierseuchenfall

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Oberbergischer Kreis. Feuerwehr, Polizei, Ordnungsamt und sogar Bundeswehrsoldaten, dazu Menschen in weißen Schutzanzügen, rot-weißes Absperrband und aufgebaute Desinfektionsanlagen – Szenen wie diese sind in der Regel ein untrügliches Zeichen für den Ausbruch einer Katastrophe. Der Oberbergische Kreis hat zusammen mit dem Märkischen Kreis und fünf weiteren Kreisen zwei Tage lang die Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche geprobt.

Durch solche Übungen müssen Veterinärbehörden regelmäßig ihre Einsatzfähigkeit unter Beweis stellen, sagt Dr. Christian Dickschen, Umweltdezernent des Oberbergischen Kreises.

So brach übungshalber in einem rinder- und schweinehaltenden Betrieb im Märkischen Kreis die Maul- und Klauenseuche aus. In Lüdenscheid wurde zur Bekämpfung ein Krisenstab eingerichtet, der durch Einsatzkräfte der Nachbarkreise unterstützt wird. Nur wenig später wurde ein weiterer Ausbruchsbetrieb auch im Oberbergischen Kreis ermittelt.

Nun galt es, in einem Sperrbezirk und einem Beobachtungsgebiet rund um die betroffenen Betriebe schnell die erforderlichen Maßnahmen zur Seuchenbekämpfung einzuleiten und umzusetzen. Durch illegale Tiertransporte und Kontaktpersonen wurde das Maul- und Klauenseuchevirus in zwei weitere landwirtschaftliche Betriebe verschleppt, die ebenfalls gesperrt werden mussten. Binnen kurzem lag fast der ganze Oberbergische Kreis in einem riesigen Beobachtungsgebiet, mehrere hundert Rinder hätten getötet werden müssen.

Feuerwehr und THW errichteten bei der Übung Personenschleuse zur Dekontamination (Foto:OBK)
Feuerwehr und THW errichteten bei der Übung Personenschleuse zur Dekontamination (Foto:OBK)

Der Aufwand, die Seuche in den Griff zu bekommen, wäre vom Oberbergischen Kreis alleine nicht zu bewältigen gewesen, sagt Dr. Stefan Kohler. Deshalb hat der Oberbergische Kreis mit seinen umliegenden Nachbarkreisen ein Übereinkommen zur gegenseitigen Unterstützung im Seuchenfall getroffen. Dieses Abkommen gewährleistet uns schnelle und unbürokratische Unterstützung im Seuchenfall, versichert Kreisdezernent Dr. Christian Dickschen.

Deshalb wurde am zweiten Tag auch diese gegenseitige Unterstützung erprobt. Der Märkische Kreis forderte tierärztliches Fachpersonal zur Krisenbekämpfung an, das nicht nur am runden Tisch im Krisenstab und der Einsatzleitung, sondern auch im Logistikzentrum in Menden, der Einsatzleitung vor Ort und im Seuchenbetrieb eingesetzt wurde. Mehrere Teams aus Veterinären, Metzgern und weiteren Helfern leiteten Ermittlungen ein, nahmen Proben von kranken und verdächtigen Tieren und bereiteten sogar in einem Betrieb die Tötung der Tiere vor. Feuerwehr und THW errichteten Personen- und Fahrzeugschleusen zur Dekontamination. Dabei waren 89 Mitarbeitende von Veterinärämtern, Feuerwehr und THW vor Ort im Einsatz.

Die Übung war ein voller Erfolgt, sagte Dr. Stefan Kohler. „Die Zusammenarbeit der Veterinärämter hat hervorragend funktioniert und der Einsatz vor Ort lief reibungslos. Im Ernstfall sind wir gut aufgestellt.“ Wie bei jeder Übung wurde in Details auch Verbesserungspotential entdeckt, das in den nächsten Wochen umgesetzt werden soll.

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