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Kreis setzt weiter auf Frühförderung von Kindern

Bei ihrem Besuch im „Haus früher Hilfen Oberberg“ haben sich Kreisdirektor Jochen Hagt und Sozialdezernent Dr. Jorg Nürmberger vom hohen Standard der Frühförderung von Kindern mit Entwicklungsstörungen im Oberbergischen überzeugt

Wiehl – „Je früher, desto besser“ – dieser Leitsatz bestimmt seit fast 40 Jahren die Arbeit im Haus früher Hilfen im Oberbergischen Kreis. Die Einrichtung in Wiehl-Oberbantenberg fördert Kinder, die in ihrer Entwicklung beeinträchtigt sind und ist eine wichtige Anlaufstelle für betroffene Eltern im gesamten Oberbergischen Kreis. „In ganz Nordrhein-Westfalen gibt es nur zwei vergleichbare Einrichtungen zur Frühförderung. Der Kreis hat rechtzeitig erkannt, wie wichtig es ist, die Entwicklungschancen gerade benachteiligter Kinder zu fördern und als ein qualifizierter Ansprechpartner für Familien da zu sein“, sagt Kreisdirektor Jochen Hagt. Mit rund 800.000 Euro beteiligt sich der Kreis jährlich an den laufenden Kosten dieser Fördereinrichtung – gemeinsam mit Geldern der Krankenkassen werden so Dreiviertel des finanziellen Bedarfs gedeckt. Den Rest bringen private Spender auf.

Das Haus früher Hilfen gibt es seit 1985. Dr. Wolfgang Wörster leitet die Einrichtung seit 1990. Das Haus ist als Erziehungsberatungsstelle mit besonderem Schwerpunkt anerkannt. „Diese Anerkennung basiert unter anderem darauf, dass hier 4 von 5 Beratenden anerkannte Erziehungs- und Familienberatende mit familientherapeutischer Qualifikation im Haus arbeiten“, sagt Dr. Wolfgnag Wörster. Er freut sich darüber, „dass es noch immer eine enorme Bereitschaft gibt, unsere Arbeit zu unterstützen! Zu uns können alle Kinder von Geburt bis zum Schulalter kommen, deren Entwicklung den Eltern Anlass zu Fragen und zur Sorge gibt!“ – sagt der Diplom- Pädagoge. Für die vielfältigen Aufgabenbereiche und Therapieangebote steht inzwischen ein 14-köpfiges Fachteam bereit; dazu gehören beispielsweise Motopädagogen, eine Erziehungsund Familienberaterin, eine Dipl. Sprachheilpädagogin, eine Kinder-Physiotherapeutin und eine Dipl. Sportlehrerin/Rehabilitation. Vor fünf Jahren wurde die Einrichtung mit einem barrierefreien Neubau erweitert, seitdem stehen 13 Therapieräume und drei Beratungszimmer zur Verfügung. „Der Förderbedarf wächst weiter“, sagt der Sozialdezernent des Oberbergischen Kreises, Dr. Jorg Nürmberger. Damit sich Jungen und Mädchen altersgerecht entwickeln können, müssen Eltern so früh wie möglich für die Bedürfnisse ihrer Kinder sensibiliert werden, so Dr. Nürmberger.

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