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Kommentar: VfL-Führung muss Konsequenzen ziehen

Gummersbach – Trotz des geschafften Klassenerhalts war die Freude bei den VfL-Anhängern gestern in der Eugen-Haas-Halle nicht besonders groß. Statt Freudentänzen gab es Pfiffe für die Profis. Warum? Mit 26:28 unterlagen sie dem schon als Absteiger feststehenden TV Neuhausen, und nur dem Sieg des THW Kiel gegen Mitabstiegskonkurrenten TV Großwallstadt ist der Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse zu verdanken!

Und bei eben diesem letzten Bundesligaspiel der Saison und in der Eugen-Haas-Halle boten die Blau-Weißen eine desaströse Leistung. Im Angriff lief nichts zusammen, das Spiel war geprägt von Einzelaktionen. Die Spieler machten gar den Eindruck, als hätten sie es gestern erstmals mit einer 3-2-1-Deckung zu tun. Die eigene 6-0-Deckung glich einem Schweizer Käse. Von Abstimmung keine Spur. Ebenso ließen die Handballer die nötige Motivation für dieses so wichtige Handballspiel missen. 13-06-07vflkommentar

Da drängt sich natürlich die Frage nach möglichen Konsequenzen auf. Mit den – nennen wir es einmal liebevoll – Umstrukturierungen im Kader für die Saison 2013/2014 soll für mehr Mannschaftsgeschlossenheit gesorgt werden. Aber eine Trainerdiskussion lässt man seitens des VfL nicht aufkommen. Schließlich habe Emir Kurtagic mit einer Mannschaft arbeiten müssen, die er für 2012/2013 so nicht zusammengestellt habe.

Aber macht das nicht gerade einen guten Trainer aus? Ein bundesligatauglicher Trainer holt aus dem ihm zur Verfügung gestellten Spielermaterial alles heraus. Unter seiner Führung entwickeln sich Spieler weiter, werden Neuverpflichtungen integriert.

Dies ist beim VfL aber nicht der Fall. Ein Michal Kopco ist immer noch nicht ins Spiel integriert – welches bei der gestrigen Partie mehr als offensichtlich zu Tage kam. Freistehend wurde der Kreisläufer von seinen Mannschaftskameraden nicht beachtet. Auch gegen die gegnerische Abwehr fanden die Gummersbacher keine Lösung. Ist es da nicht Sache des Trainers, entsprechend zu reagieren, die Mannschaft einzustellen? Taktische Fehler waren in der vergangenen Saison an der Tagesordnung. Und das kann man nicht mit der Mannschaftszusammenstellung ehemaliger Geschäftsführer erklären.

Den nur knapp verhinderten Abstieg in die zweite Bundesliga, den Abgang von Führungsspielern und auch den Umzug in die neue Halle sollten die VfL-Verantwortlichen für einen kompletten Neuanfang nutzen und auch in Sachen Trainer des VfL Gummersbach handeln. Denn nur ein Mannschaftskapitän allein kann nicht für mannschaftliche Geschlossenheit sorgen und taktische Fehler des Trainers nicht ausbügeln!

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