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Klinikum Oberberg erhält Auditierungsurkunde

Gummersbach – Am 22.06.2016 erhielt das Klinikum Oberberg im Rahmen eines vorgeschriebenen Energiedienstleistungsgesetzes eine Urkunde für die Durchführung eines Energieaudits nach DIN 16247 in Kooperation mit der AggerEnergie.

Nachdem das neue Energiedienstleistungsgesetz auch vom Klinikum Oberberg die Durchführung eines Energieaudits nach DIN 16247 bis Anfang Dezember vergangenen Jahres erwartete, schlossen sich das Klinikum und die AggerEnergie, welche als Dienstleister dazu berechtigt ist ein solches Energieaudit durchzuführen, zu einer Kooperation zusammen.

Innerhalb des Verfahrens sollen der Energieverbrauch und damit auch mögliches Einsparungspotential ermittelt werden. „So haben größere Unternehmen wie unsere die Chance Optimierungsmöglichkeiten frühzeitig zu erkennen und Mehrwert entstehen zu lassen“, spricht Sascha Klein, Geschäftsführer des Klinikum Oberbergs. Deshalb nahm das Klinikum Oberberg gleich vier Standorte in das Energieaudit mit auf. Hierzu zählen die Kreiskrankenhäuser Gummersbach und Waldbröl, die Seelische Gesundheitsklinik in Marienheide sowie Psychosomatische Klinik in Bergisch Gladbach.

Dem Energieaudit zufolge stellte die AggerEnergie fest, dass das gesamte Klinikum Oberberg ein außerordentlich ausgeprägtes sowie auch vorbildliches Energiebewusstsein hegt. Neben dem energetischen Handeln der Mitarbeiter tragen hierzu auch bereits umgesetzte technische Maßnahmen bei. „Das zeigt uns, dass wir bisher an den richtigen Stellen investiert haben“, so der Geschäftsführer.

Dennoch hat die AggerEnergie auch für das Klinikum Oberberg Verbesserungsmaßnahmen ausgearbeitet, welche an drei zentralen Stellen vorgenommen werden können. Die erste große Möglichkeit für das Klinikum Oberberg, die derzeit umgesetzt wird, ist das Abschalten einer alten Dampferzeugungsanlage in Marienheide. Diese wird ersetzt durch eine neue Kesselanlage, für welche sich die Kosten auf insgesamt 200.000€ belaufen. Durch diese Maßnahme hat das Klinikum jährlich einen Einsparungsbetrag von insgesamt 62.874€.

Zweite Optimierungsmöglichkeit ist der Austausch alter Lüftungsanlagen ohne Wärmerückgewinnung im Kreiskrankenhaus Waldbröl. Die kosten einer solchen Optimierung würden sich insgesamt auf etwa 104.000€ belaufen, dafür aber auf Dauer jährlich 15.968€ einsparen.

Die dritte und damit auch letzte Maßnahme stellt die Beeinflussung des Nutzverhaltens der Mitarbeiter im Kreiskrankenhaus Gummersbach dar. Die Kosten dieser Verbesserung würden sich auf 8.000€ belaufen und damit künftig 8.349€ einsparen.

Alle diese drei vorgeschlagenen Maßnahmen möchte das Klinikum Oberberg in Zukunft Stück für Stück umsetzen, um die gesamte Anlage zu modernisieren. Die ältesten Gebäude dessen stammen schließlich aus dem Jahre 1944 und befinden sich dementsprechend in einem schlechten Zustand. Das Klinikum Oberberg setzt aber alles daran, am Ball zu bleiben. So wie auch zum Beispiel durch die Kernsanierung des Bettenghauses in Waldbröl.

„Der Clou ist es, Dinge zu sehen, die man gut macht, aber eben auch die zu sehen, wo man Verbesserungen vornehmen kann. Und genau auf solche wollen wir unseren Fokus setzen. Somit können wir Energie einsparen und Kosten minieren“, erklärt Sascha Klein.

Ein solches Energieaudit steht für Unternehmen alle vier Jahre an. Wird es nicht bis zum angegeben Stichtag durchgeführt, so droht ein Bußgeld von 50.000€.

Wir gratulieren dem Klinikum Oberberg zum Erhalt der Auditierungsurkunde und wünschen viel Erfolg bei der Umsetzung der Optimierungsvorschläge!

Text: AW/ARKM

Veröffentlicht von:

Aline Walter
Aline Walter ist Redakteurin und kaufmännische Mitarbeiterin bei ARKM. Als Reporterin versorgt die Studentin des Medienmanagements sowie der Unternehmensführung die Oberberg-Nachrichten täglich mit aktuellen Nachrichten und Berichten aus der Region.

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