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Handball in Oberberg: Keine Nachwuchssorgen bei Schiris

Gummersbach– Der Handballkreis Oberberg (HKO) geht zur kommenden Saison neue Wege, agiert als eingetragener Verein jetzt selbstständig. Um den Nachwuchs im Schiedsrichterwesen müssen sich die Verantwortlichen allerdings keine Sorgen machen.

Insgesamt verfügt der HKO, seinerseits übrigens der kleinste Verein im Handballverband Mittelrhein, über 120 aktive Schiedsrichter. Der Kreis Aachen/Düren hat im Vergleich lediglich 80 gemeldete Schiedsrichter, ist aber wesentlich größer. „Wir haben genauso viele Schiris im DHB-Bereich wie der größte Verband Westfalen – nämlich zwölf“, berichtet Daniel Köpplin, als Schiedsrichter-Lehrwart für die Aus- und Weiterbildung der Unparteiischen im Kreis verantwortlich, sichtlich stolz.

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Die Brüder Ramesh und Surash Thiyagarajah vertreten den Handballkreis Oberberg unter anderem in der zweiten Herren-Bundesliga – Bilder: Michael Kleinjung.

Nachwuchssorgen habe man in Oberberg mitnichten. Alleine in diesem Jahr wurden 20 Neu-Schiedsrichter ausgebildet, von denen aber keiner älter als 16 Jahre ist. Köpplin: „Wir haben eine gute Alterspyramide: 20 Neue, 38 Jung-Schiedsrichter, die nicht älter als 22 sind, 40 gestandene Schiris, die im Kreis pfeifen, und 26, die über die Kreisgrenzen hinaus unterwegs sind.“

Im DHB-Bereich pfeifen insgesamt zwölf Oberberger. Mit Ramesh und Surash Thiyagarajah sowie Sascha Siebert und Tim König (Niederrhein) ist der HKO sogar in der zweiten Bundesliga der Männer vertreten. Köpplin selbst ist mit seinem Gespann-Partner Thorsten Hütt bis zur dritten Liga aktiv.

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Kümmert sich um die Aus- und Weiterbildung der Unparteiischen: Lehrwart Daniel Köpplin.

Dass es in anderen Handballkreises und damit auch auf Verbandsebene Nachwuchsprobleme gibt, bekommt man im Oberbergischen an jedem Spieltag zu spüren. Überproportional sind die HKO-Schiris auch im Verband unterwegs. Köpplin: „Wir sind der einzige Kreis, der jedes Meisterschaftsspiel mit zwei Schiedsrichtern, einem Zeitnehmer und einem Sekretär besetzen kann.“

Und in noch einem Bereich ist man in Oberberg Vorreiter: In ganz Westdeutschland, so Köpplin, sei man der einzige Kreis, der die Spiele bis zur E-Jugend ansetzt. „Bei uns pfeifen nicht die Eltern die Spiele, sondern die Nachwuchsschiedsrichter.“ Dies sei auch ein Schwerpunkt der Ausbildung. Nach einem Theorieblock folgt während des Sommers ein praktischer Teil. Und hier sei man in der komfortablen Stellung, dem Nachwuchs viele verschiedene Spiele anbieten zu können. Köpplin: „In diesem Jahr haben die Jung-Schiris erstmals Mini-Turniere gepfiffen. Das kam bei Schiris und Vereinen sehr gut an. Es folgten Einsätze in der Sommerrunde und beim Beachhandball.“

Nach den Sommerferien geht es jetzt zu den ersten Meisterschaftsspielen – vorwiegend im Jugendbereich. Denn auch die neuen Schiedsrichter müssen unten anfangen und können im Laufe ihrer Karriere – wie die Mannschaften auch – in höhere Klassen aufsteigen.

Dies erfolgt über sogenannte Schiedsrichterbeobachtungen. Nach festen Kriterien wird die Spielleitung verfolgt und Punkte verteilt. Je höher die Punktzahl, desto besser. Im Schnitt kommt ein gutes Gespann auf 72 Punkte. Am Ende der Saison gibt es auch hier eine Tabelle, und das beste Gespann steigt in die nächst höhere Liga auf.

Für ihre ersten Spiele wird den Schiedsrichtern ein „Erfahrener“ zur Seite gestellt. „Fünf DHB-Schiedsrichter kümmern sich um diese Nachwuchsarbeit. Aber auch andere erfahrene Kollegen übernehmen Spielbeobachtungen“, erklärt der Lehrwart. Besonders erfreulich: „Die Gespanne, die wir hochgebracht haben, melden sich jetzt freiwillig für diese Aufgabe. Sie wollen etwas zurückgeben.“

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