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Feierliche Verabschiedung von Landrat Hagen Jobi

Nümbrecht – Am gestrigen Dienstag, 20.10.2015, wurde Landrat Hagen Jobi aus seinem Amt verabschiedet. Die Feierlichkeiten fanden auf Schloss Homburg in der Neuen Orangerie statt.

Nach 11 Jahren als Landrat „im schönsten Landkreis von NRW“ wurde Hagen Jobi ehrenvoll verabschiedet. Mit seiner Frau Annemarie an seiner Seite wurde der Ehrengast von der „Original Oberbergischen Dampfkapelle“ mit einem eigens für ihn komponierten Musikstück empfangen. Die Begrüßung erfolgte durch Prof. Dr. Friedrich Wilke, 1. stellvertretender Landrat. Herr Prof. Dr. Wilke führte in charmanter Art und Weise durch das Programm.

Prof. Dr. Friedrich Wilke

Hagen Jobi war Verkäufer – ja, er verkaufte den Mitbürgern stets Ehrlichkeit und Vertrauen in seine Person als Chef der Kreisverwaltung – in seine Politik, in seine Arbeit. Hagen Jobi hat als Landrat vieles vollbracht, an das man sich gerne erinnern wird. In seinen 33 Jahren kommunaler Arbeit im Oberbergischem Kreis – unter anderem auch 15 Jahre lang als stellvertretender Bürgermeister von Wiehl – hat er vieles für seine Bürger politisch durchgeboxt.

Die Lobesreden über Hagen Jobi nahmen kein Ende. Er war und ist ein fröhlicher Mann, der immer einen gutgemeinten Spruch auf den Lippen hatte und auch haben wird. Ein gutes Miteinander sowie das Arbeiten im Team waren ihm in seiner Laufbahn immer wichtig. Nie hat er sich in den Vordergrund gestellt.

Jochen Hagt und Hagen Jobi, jeweils mit Gattin

Die Natur war und ist seine große Leidenschaft. „Wege durch die Zeiten“ ist sein Werk. Er setzte sich immer wieder für die Erhaltung denkmalgeschützter Bauten ein. Aber nicht nur für die Natur machte er sich stark. Bildung und Soziales waren ihm stets sehr wichtig.

Der Zusammenschluss der Kreiskrankenhäuser Gummersbach und Waldbröl war sein Verdienst, für ihn hat er hart gekämpft. 2010 erhielt der Oberbergische Kreis, unter seiner Leitung, von der Oskar-Patzelt-Stiftung die Auszeichnung „Kommune des Jahres“. Hagen Jobi hat überall einen bleibenden Eindruck hinterlassen, nicht nur im Landtag. Seine herzliche Art bleibt allen in Erinnerung.

Herr Jochen Hagt (Kreisdirektor und Nachfolger von Hagen Jobi) zitierte in seiner Laudatio einen unbekannten Verfasser mit den Worten: „Der größte Schritt ist der aus der Tür“. Das stimmt wohl. Auf die Frage hin, ob Hagen Jobi dem zukünftigen Landrat Jochen Hagt weiterhin mit Rat und Tat zur Seite stehe, winkte er mit einem Zitat von Winston Churchill – „Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selbst, er gibt auch Anderen eine Chance“ – ab.

Jochen Hagt

Natürlich bleibt er dem Kreis erhalten. Schließlich ist er 1. Vorsitzender des Kreissportbundes und möchte sich in seinem „Nichtruhestand“ mehr sportlich betätigen. Wie sagte noch gleich Herr Prof. Dr. Wilke in seiner Laudatio: „Mit Hummeln im Hintern sollte man sich nicht setzen“, außer vielleicht auf das gewünschte E-Bike. Symbolisch überreichte Herr Dr. Gero Karthaus (stv. Sprecher der oberbergischen Bürgermeister) Hagen Jobi eine Fahrradklingel. Von nun an könne er doch mal alle Rathäuser des Kreises mit dem E-Bike abfahren und auf einen Kaffee reinkommen. Falls sich mal Langeweile einstellen sollte, könne Hagen Jobi sich unter anderem als Nachtwächter in der Bergneustädter Gemeinde versuchen.

Dr. Gero Karthaus (l.) und Hagen Jobi (r.)

Ja, viele Anekdoten wurden erzählt. Letztendlich immer mit dem gleichen Ergebnis. Hagen Jobi bleibt unvergesslich. Man werde ihn vermissen.

Hagen Jobi

Die Abschlussrede von Hagen Jobi war wie erwartet herzlich und humorvoll. Er konnte seine Vorredner nur bestätigen und dankte allen, ganz besonders den ehrenamtlichen Helfern in der kommunalen Politik, mit „Gottes Segen im schönsten Landkreis NRWs“. Hagen Jobi betonte, dass es ihm nicht schwer falle, zu gehen. Er habe seine Arbeit immer gerne getan und freue sich nun auf einen neuen Lebensabschnitt.

Text: Alexandra Rüsche
Fotos: Sven Oliver Rüsche

Die „Original Oberbergische Dampfkapelle“ sorgte für musikalische Unterhaltung

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