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Die Motorradsaison hat begonnen: Oberbergische Polizei kontrolliert verstärkt

Oberbergischer Kreis – Kaum jemand, der nach dem langen Winter nicht den Frühling und wärmere Temperaturen herbeisehnt. Das gilt insbesondere für die vielen Motorradfahrer, die es mit ihren Maschinen auf die Straße drängt. Die negativen Seiten des schönen Wetters lassen sich immer wieder in den Verkehrsstatistiken ablesen.

Im vergangenen Jahr starben drei Motorradfahrer auf Oberbergischen Straßen. Besonders der Start in die Saison stellt sich dabei als besonders risikoreich dar. Dafür gibt es mehrere Gründe. Die Autofahrer müssen sich erst wieder an die Anwesenheit von Motorrädern im Verkehrsgeschehen gewöhnen. Die Zweiradfahrer sind nach der langen Winterpause unerfahren im Umgang mit ihren Bikes, daher ist es umso wichtiger, dass sie behutsam in die neue Saison starten. Bevor es auf die ersten Ausfahrten geht, sollten Fahrer vorher Brems- und Kurvenübungen machen, oder auch an einem Fahrsicherheitstraining teilnehmen. Gute Schutzkleidung sollte selbstverständlich sein. Sie kann vor Verletzungen schützen oder diese mildern und wenn sie hell ist, auch zur besseren Erkennbarkeit beitragen.

Bei den vielen Unfällen, insbesondere zu Saisonbeginn, stellt die Polizei in erster Linie überhöhte Geschwindigkeit, Fahrfehler und schlicht Selbstüberschätzung fest. Aber auch die Autofahrer treten nicht selten als Unfallverursacher auf, indem sie vorfahrtberechtigte Motorradfahrer schlicht und einfach übersehen. Das Risiko als Motorradfahrer tödlich zu verunglücken ist 18 x höher als bei anderen Verkehrsteilnehmern. Am heutigen Sonntag (21.04.) startete die Oberbergische Polizei in enger Zusammenarbeit und Kooperation mit den benachbarten Polizeibehörden Märkischer Kreis, Ennepe- Ruhr-Kreis, Olpe, Rhein-Sieg-Kreis und Rheinisch Bergischer Kreis wieder mit dem Projekt „Netzwerk Kradfahrer“, indem gezielt präventive und repressive Maßnahmen zur Bekämpfung von Zweiradunfällen durchgeführt werden, in die Saison. Auf nahezu allen von der Polizei als besonders gefahrenträchtig klassifizierten Straßen fanden Verkehrskontrollen statt. Neben Geschwindigkeitskontrollen wurde versucht die Kradfahrer in präventiven Gesprächen zu sensibilisieren und auf die Gefahren aufmerksam zu machen. Insgesamt kontrollierten Polizeibeamte und Bußgeldstelle 972 Verkehrsteilnehmer, davon 379 Motorradfahrer.

Insbesondere den Kradfahrern attestierten die Beamten ein diszipliniertes Verhalten. Von den kontrollierten Zweiradfahrern fuhren lediglich 18 zu schnell. Die Polizeibeamten erstatteten 6 Anzeigen und erhoben 12 Verwarngelder. Kein Motorradfahrer war so schnell, dass er den Führerschein abgeben musste. Ein Kradfahrer verfügte nicht über die erforderliche Fahrerlaubnis. Für ihn endete der Ausflug an der Kontrollstelle. Den schnellsten Motorradfahrer kontrollierten die Polizisten in Hückeswagen-Herweg auf der B 483. Er warHückeswagenten 70 km/h mit 104 km/h unterwegs. Etwas schneller an gleicher Stelle war ein Pkw-Fahrer, der mit 106 km/h gemessen wurde.

Von den etwa 600 kontrollierten Pkw-Fahrern mussten 51 Fahrer ein Verwarngeld bezahlen. 28 erhielten eine Anzeige. Den schnellsten Pkw-Fahrer erwischte die Polizei in Wipperfürth-Egen mit einer stattlichen ÜbeWipperfürth von 44 km/h. (94 km/h bei erlaubten 50 km/h). Den Fahrer erwartet nun ein Bußgeld in Höhe von etwa 200 Euro, vier Punkte in Flensburg und einen Monat Fahrverbot. „Insgesamt waren weniger Motorradfahrer unterwegs als wir angenommen haben. Wir haben viele präventive Gespräche geführt und sind mit der Auftakt in die Saison zufrieden. Der überwiegende Teil der Motorradfahrer hat sich regelkonform und diszipliniert verhalten,“ so das Fazit von Polizeihauptkommissar Frank Roesner, Leiter der Führungsstelle der Direktion Verkehr in Wipperfürth.

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