Gummersbach – In drei Wochen beginnen umfangreiche Arbeiten am Schienennetz der Oberbergischen Bahn RB 25. Insgesamt werden 36 Millionen Euro investiert, um die Strecke „fit für die Zukunft zu machen“, so die Deutsche Bahn.

Zum Fahrbahnwechsel im Dezember sollen dann alle wichtigen Arbeiten abgeschlossen sein. Ab diesem Zeitpunkt wird die Bahn im Halbstunden-Takt von Overath nach Engelskirchen fahren, in den Hauptverkehrszeiten sogar bis nach Gummersbach. Die Strecke der RB 245 wird bis nach Meinerzhagen ausgebaut und die Bahnsteige in Engelskirchen, Gummersbach, Marienheide und Meinerzhagen saniert.

Die neuen Fahrzeuge des Typs “Coradia LINT” werden ab Dezember zwischen Meinerzhagen und Köln unterwegs sein – Bild: Alstom.

Auch, wenn am Ende der Bauarbeiten die Bahn immer noch 72 Minuten brauchen wird, um von Gummersbach nach Köln zu fahren, so soll aber auch der Komfort der Fahrgäste verbessert werden. Um dies zu erreichen, werden modernere Dieselzüge eingesetzt.

Deutliche Verbesserung der Angebotsqualität

„Die Angebotsverbesserungen auf der RB 25 sind Teil der Ausschreibung zum Kölner Dieselnetz, die der Zweckverband Nahverkehr Rheinland vor zwei Jahren federführend durchgeführt hat. Für die Bahnkunden ergeben sich dadurch bereits ab Dezember 2013 deutliche Verbesserungen in der Angebots- und Servicequalität“, verspricht NVR-Geschäftsführer Heiko Sedlaczek.

Und eben dafür wird so einiges getan. Am Bahnhof Engelskirchen werden die Gleise und Weiche erneuert. Außerdem soll ein moderner breiter Mittelsteig und ein mobilitätsgerechter Zugang errichtet werden. Die vorhandene Technik (Signalanlagen) wird den neuen Gegebenheiten angepasst. Die Bahnübergänge „Steeger Straße“ und „Fußwegbrücke“ werden erneuert.

Neue Fußgängerunterführung in Gummersbach

In Ründeroth werden die vorhandenen Signalanlagen erweitert, um eine Erhöhung der betrieblichen Flexibilität und Stabilität zu erreichen. Am Bahnhof Gummersbach wird das Gleis 2 in Richtung Marienheide wieder in Betrieb genommen. Gleichzeitig wird die Signalanlage in soweit erweitert, als dass ein Teil der Züge in Gummersbach stehen gelassen werden und auf dem Rückweg von Meinerzhagen wieder angekoppelt werden kann. Mit einer neuen Fußgängerunterführung soll das Steinmüller-Gelände an den Bahnhof angebunden werden – ein großer Standort-Vorteil für die neue Schwalbe-Arena und den Campus Gummersbach der Fachhochschule Köln.

Schienenersatzverkehr ab Juli

Damit all dies aber realisiert werden kann, müssen sich die Fahrgäste auf so manche Einschränkung gefasst machen. Da sämtlich anfallende Arbeiten zur gleichen Zeit durchgeführt werden – um den Zeitaufwand so gering wie möglich zu halten – werden Teilstrecken komplett gesperrt. Dies bedeutet Schienenersatzverkehr. In der ersten Phase vom 22. Juli bis 29. September betrifft dies die Strecke zwischen Dieringhausen und Marienheide. Hier fahren Busse in beiden Richtungen. Vom 30. September bis 3. November gibt es den Schienenersatzverkehr in beiden Richtungen zwischen Overath und Marienheide. Montags bis freitags (außer an Feiertagen) verkehren Schnellbusse zwischen Overath und Gummersbach sowie Gummersbach und Marienheide.

Die dritte Bauphase wird im Zeitraum vom 4. bis 29. November durchgeführt. Zwischen Engelskirchen und Marienheide fährt in beide Richtungen ein Bus. Zwischen Overath und Gummersbach beziehungsweise Gummersbach und Marienheide ist ein Schnellbus unterwegs.

Weitere Informationen zu den Bauarbeiten gibt es im Internet unter www.bahn.de/bauarbeiten.

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Kommentare

  1. claudia feldhoff
    2. Oktober 2013 um 21:15 Uhr

    hallo db mitarbeiter,
    ich wohne in hohkeppel, gehöre zur gemeinde lindlar . wir warten auf die haltestelle der rb 25 in vilkerath. wann ist es soweit. mein Mann und meine Tochter fahren täglich die strecke hohkeppel Köln.

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