Gummersbach – Am 14. Spieltag der 2. HBL hat der VfL Gummersbach seinen sechsten Heimsieg in Folge eingefahren und bleibt damit in der SCHWALBE arena weiterhin ungeschlagen. Gegen den HC Elbflorenz 2006 gewannen die Oberbergischen nach einem hart umkämpften Spiel mit 31:27 (13:12). Vor 2.610 Zuschauern präsentierten sich die Gummersbacher in der Anfangsphase noch zu vorsichtig, übernahmen dann aber im zweiten Durchgang mit der nötigen Bissigkeit die Spielkontrolle. Dabei hatten sie es mit den Dresdenern mit einem robusten Gegner zu tun, der die Hausherren bis zuletzt forderte.

Erste Halbzeit

In den ersten Spielminuten deutete alles auf einen zähen Beginn der Partie hin, denn der VfL war nach der Niederlage zuletzt in Bietigheim in erster Linie auf Stabilität aus. Entsprechend
vorsichtig gestalteten sich auch die ersten Angriffsbemühungen. Beim 2:1 durch Alexander Hermann in der vierten Minute führte der VfL zwar, jedoch ließen die Gummersbacher im Angriff zu Beginn zu viele Möglichkeiten ungenutzt, so dass die Gäste aus Dresden besser in die Begegnung fanden und den Spielstand drehten (3:5, 9. Minute). Nun kamen jedoch auch die Hausherren offensiv in Schwung und zeigten klarere Gegenwehr in der Defensive. Zwei Tore durch Marvin Sommer und Alexander Becker nach vorherigem Ballgewinn in der Abwehr durch Tin Kontrec stellten den Gleichstand wieder her (5:5, 10. Minute). Spätestens nachdem eine Minute später Hermann zum zweiten Mal mit einer Zeitstrafe bedacht wurde und der VfL kurz darauf anderthalb Minuten lang gar nur mit vier Feldspielern auf der Platte stand, war auch das Publikum unterstützend zur Stelle, die den nun offensichtlichen Einsatzwillen der Heimmannschaft mit Applaus bedachten.

Es folgte eine Phase, in der sich die beiden Mannschaften nicht viel herschenkten und sich insbesondere die Deckungsreihen durch gesunde Aggressivität auszeichneten. Nach dem erneuten 6:6-Ausgleich für den VfL durch Janko Božović sorgte Sommer per Siebenmeter in der 16. Minute für die 7:6-Führung der Gastgeber. Die Gummersbacher präsentierten sich offensiv stabiler, auch wenn sich noch immer die ein oder andere vermeidbare Fahrkarte ins Angriffsspiel mischte. So blieb es über das 10:10 (26. Minute) und das 12:12 (28. Minute) bis zum Ende der ersten Halbzeit eng. Durch einen schönen Pass von Tobias Schröter an den Kreis zu Jonas Stüber, der den Ball in der 29. Minute im Tor der Dresdener unterbrachte, gelang es dem VfL mit einer hauchdünnen 13:12-Führung in die Halbzeit zu gehen.

Zweite Halbzeit

Nach dem Seitenwechsel war es dann Schröter selbst, der nach tollem Anspiel des engagierten Pierre Busch den ersten Treffer im zweiten Durchgang erzielte (14:12, 31. Minute). Doch auch der HC Elbflorenz spielte weiterhin mutig auf und ließ sich nicht abschütteln. In Minute 36 gelang ihnen abermals der Ausgleich zum 15:15, doch VfL- Neuzugang Alexander Weck, der bei seinem Heimdebüt gleich sechs Treffer beisteuerte, setzte mit einem strammen Wurf aus neun Metern prompt das Tor zum 16:15 entgegen (37. Minute). Vor dem eigenen Tor zahlte sich zudem die körperbetonte Abwehrarbeit der Oberbergischen nun mehr und mehr aus. So zwang der VfL Dresden in der 38. Minute zum schnellen Abschluss am Tor vorbei und setzte mit dem 17:15 durch Sommer nach (39. Minute). Den dritten VfL-Treffer in Folge verwandelte eine Minute später Stüber zum 18:15, wodurch sich die Hausherren erstmals etwas absetzen konnten.

Den Drei-Tore-Vorsprung wahrte der VfL auch bis zum Anbruch der Schlussviertelstunde (20:17). Nach vier Minuten ohne Tor auf beiden Seiten konnte Fynn Herzig für sein Team gar einen weiteren Treffer zum 21:17 drauflegen (49. Minute). Während die Gummersbacher den Rückhalt im eigenen Defensivverhalten fanden, münzten sie das Stück für Stück wiedergewonnene Selbstvertrauen vorne in Torerfolge um. In der 53. Minute profitierte erneut Stüber von Wecks Anspiel. Mit seinem fünften von sechs Treffern im Spiel vollstreckte er zum 25:20. Auch die letzten Minuten blieben sicher in Gummersbacher Hand. Dabei traf Becker gleich zwei Mal ins leere Tor, erst in der 55. Minute zum 26:21 und schließlich in der 58. Minute zum 29:24. Für den Schlusspunkt sorgte noch einmal Stüber mit dem 31:26, ehe die Partie beim Stand von 31:27 abgepfiffen wurde.

Durch den Arbeitssieg über den HC Elbflorenz 2006 wahrt der VfL Gummersbach den Anschluss an die Tabellenspitze. Mit einem Punktekonto von 17:9 ist der VfL nunmehr bei einem Spiel weniger als die Konkurrenz drei Punkte von der Tabellenspitze entfernt. Am 15. Spieltag ist der VfL Gummersbach am Samstag, den 7. Dezember, zu Gast bei der HSG Konstanz und hat dort die Chance auch auswärts die nächsten wichtigen Punkte einzufahren.

Trainerstimmen:

Torge Greve (VfL Gummersbach): Das war heute kein einfaches Spiel, das wir gesehen haben. Wie ich schon vorher gesagt habe, war es das erwartet schwere Spiel. In der ersten Halbzeit haben wir hinten mit einer guten Emotionalität gearbeitet. Da hätten wir eigentlich deutlicher führen müssen. Dresden hat die Angriffe gut ausgespielt und am Ende meistens die richtigen Entscheidungen getroffen. In der zweiten Halbzeit haben wir es geschafft uns ein wenig abzusetzen und die Führung dann auch bestätigt. In manchen Phasen war das Spiel dann auch mal zäh, aber das ist dann auch mal so. Damit kann ich leben. Daran werden wir sicher auch arbeiten. Aber ich habe auch wieder eine herausstechende Leistung von Jonas Stüber gesehen und außerdem, wie uns auch Alexander Weck in so einem Spiel helfen kann. Insgesamt hat meine Mannschaft diese Aufgabe mit Seriosität gelöst. Elbflorenz ist keine Mannschaft, die man im Vorbeigehen schlägt. Deshalb bin ich froh, dass wir dieses Spiel gewonnen haben. Rico Göde (HC Elbflorenz 2006): Glückwunsch an Torge und sein Team. Ich kann meiner Mannschaft keinen großen Vorwurf machen. Wir haben leider in der zweiten Halbzeit nicht mehr unsere Abwehr-Torhüter-Performance aus dem der ersten Halbzeit mitgenommen. Wir hatten Hermann und Božović mit der offensiven Abwehr gut im Griff, aber der VfL hat eben auch gute Leute auf der Bank. Wir sind dann zwar noch einmal auf 15:15 herangekommen, aber dann zieht Gummersbach weg und wir kriegen unsere Abwehr nicht mehr in den Griff. Deshalb sind die Punkte am Ende verdient.

Quelle: VfL Handball Gummersbach GmbH

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