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RPP-Physiotherapeuten unterstützen Nico

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TV-Maklerin Sandra Owoc kam zu Benefiz-Aktion ins Therapiezentrum

Gummersbach – Prominente Unterstützung erhielt das Physiotherapeuten-Team des Ambulanten Therapiezentrums RPP in Gummersbach, das am Samstag für den an Muskeldystrophie erkrankten Nico Osenberg aus Nümbrecht eine Benefiz-Aktion ins Leben gerufen hatte. Sandra Owoc, die in der Fernsehsendung „Mieten, kaufen, wohnen“ als Immobilienmaklerin zu sehen ist, kam vorbei, um sich massieren zu lassen und die Spendenbox zu füllen. Das Therapiezentrum bot kostenfreie Massagen an und bat um Spenden für den 15-jährigen Nico. Seine Familie braucht Hilfe. Der alte VW-Bus muss durch ein neues Fahrzeug ersetzt werden, in dem Nico mit seinem Rollstuhl transportiert werden kann.

Auch Jürgen Rogowski, Bürgermeisterkandidat aus Nümbrecht, unterbrach seinen Wahlkampf, um sich für den guten Zweck massieren zu lassen. „Jetzt kann ich gestärkt die nächsten Wahlkampftermine angehen“, sagte er nach der Behandlung. Rogowski steht im Kontakt mit dem Landschaftsverband, um Familie Osenberg zu helfen. Der Landschaftsverband hatte die Kostenübernahme für die Rampe an dem Bus bereits zugesagt, dann aber wieder einen Rückzieher gemacht. Die Familie braucht dringend einen neuen Bus, in den Nico mit seinem Rollstuhl transportiert werden kann. Nicos Rollstuhl können sie zurzeit nur in einem Anhänger transportieren. Den schwerkranken Jungen hebt der Vater immer auf seinen Armen aus dem alten Bus. Dankbar nahmen die Eltern eine Rückenbehandlung der Physiotherapeuten in Anspruch. „Wir werden mit den Eltern ein Rückentraining machen“, kündigte der Leitende Physiotherapeut Thorsten Rinker an.

Nahezu sein gesamtes Team war am Samstag auf den Beinen, um kostenlose Massagen anzubieten. „Als wir von Nicos Problemen in der Zeitung lasen, haben wir alle beschlossen, dass wir helfen wollen“, erzählten die beiden Physiotherapeuten Jannik Krause und Anna Henn. Neben den 60 angemeldeten Besuchern kamen auch viele Leute vorbei, um eine Spende beizusteuern.

Nicos Vater, Michael Osenberg, war überwältigt von der Hilfsbereitschaft, die der Aufruf der Ursula-Barth-Stiftung ausgelöst hat. „Wir sind sehr gerührt über die Hilfsbereitschaft von all den Leuten, die uns gar nicht kennen.“ Auch Nico war beeindruckt: „Mit so viel Trubel hatte ich nicht gerechnet.“ Sollte die Spendenaktion die fehlenden 10.000 Euro zur Finanzierung des neuen Busses erbringen, dann wünscht sich der 15-jährige Fußballfan eine Fahrt zum FC Bayern München in die Allianz-Arena.

„7600 Euro sind seit unserem Aufruf schon zusammengekommen“, freute sich Bettina Hühn, Geschäftsführerin der Ursula-Barth-Stiftung aus Waldbröl. Das Crowdfunding-Projekt laufe noch weitere acht Wochen. „Wird das Ziel von 10.000 Euro nicht erreicht, erhalten alle Spender, die auf das Spendenkonto der Volksbank Oberberg Geld eingezahlt haben, ihre Spende zurück“, erklärt Bettina Hühn. Werde das Ziel von 10.000 Euro überschritten, könne die Stiftung eventuell für das erste Jahr noch die Versicherung des neuen Fahrzeuges übernehmen oder andere Wünsche von Nico erfüllen. Über das Internet können noch Spenden getätigt werden. Weitere Infos gibt unter www.helfende-haende-oberberg.de im Internet.

Sandra Owoc, Familie Osenberg und die Physiotherapeuten - Foto: Klinikum Oberberg GmbH
Sandra Owoc, Familie Osenberg und die Physiotherapeuten – Foto: Klinikum Oberberg GmbH
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