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Perspektiven für Krebspatienten

Tumorzentrum Oberberg informierte bei Rundgängen und Vorträgen

Gummersbach – Zehn Jahre Brustzentrum Oberberg: Zum Jubiläum gab es für das vom Land Nordrhein-Westfalen anerkannte Brustzentrum am Kreiskrankenhaus Gummersbach viel Lob. Für überdurchschnittliche Qualität bei der Versorgung von Patientinnen mit Brustkrebs erhielt die Zentrumsleiterin, Chefärztin Dr. Anja Weishap, vom Westdeutschen Brustzentrum ein Gütesiegel. Zweimal im Jahr vergleicht das Zentrum die Patientendaten aus Gummersbach mit 200 anderen Krankenhäusern. Die Auszeichnung bildete am Samstag den Auftakt des Oberbergischen Krebstages, der über die Behandlung von unterschiedlichen Tumorerkrankungen informierte.

Die Mediziner boten seltene Einblicke für die Besucher. Dr. Alexander Adam öffnete die Türen zur Pathologie, wo er mit seinen 16 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zum Beispiel Gewebeproben noch während einer laufenden Operation in Minutenschnelle analysiert. Auch die Befunde von Darm- und Magenspiegelungen kommen aus diesem Labor. 100.000 Einzelproben werden jährlich in der Pathologie am Gummersbacher Kreiskrankenhaus untersucht, zwei Drittel davon sind bösartig. Im Brustzentrum wurden Biopsien demonstriert, während die Radiologie und die Strahlenheilkunde für interessierte Besucher Führungen anboten.

Dr. Jost Schnell, Oberarzt an der Lungenklinik in Köln Merheim, der seit vier Jahren auch Patienten im Kreiskrankenhaus Gummersbach operiert, informierte über Perspektiven nach der Diagnose Lungenkrebs. Ursache Nummer eins für Lungenkrebs sei das Rauchen. „Raucher haben ein 28mal höheres Risiko an Lungenkrebs zu erkranken als Nichtraucher“, sagte der Chirurg. Laut Lungenkrebsregister NRW gab es im vergangenen Jahr unter den 70- bis 74-Jährigen 1864 Neuerkrankungen, 1452 Patienten starben an Lungenkrebs. Hoffnung machten „revolutionäre Behandlungsmethoden“ mit Medikamenten, die Krebszellen eindämmen könnten. Dennoch: „Heilung ist damit nicht möglich.“

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