Gummersbach – Briefe und auch DHL Pakete zu versenden wird laufend teurer. Ja, die Logistik dahinter und das Mindestlohngesetz dürfen dabei nicht vergessen werden. Doch der Service lässt mittlerweilen zu wünschen übrig. Pakete kommen teilweise nicht an. Einige der Paketboten bemühen sich noch nicht einmal das Paket ordnungsgemäß zu überreichen. Was ist da los?

Passiert im GTC (Gründer-Technologie Centrum) Gummersbach. Seit einigen Wochen gibt es hier Probleme mit der Zustellung von Paketen. Gleich mehrere, im GTC ansässige Firmen, beschweren sich im Sekretariat. Pakete werden nun nicht mehr an die im GTC befindlichen Firmen ausgehändigt, nein, sie werden nach Vorschrift wieder mitgenommen. OK, dass ist ja auch nicht das eigentliche Problem.

Die Vorgehensweise des Paketzusteller läuft so ab: Vom Haupteingang aus werden die einzelnen Büros über die interne Hausnummer vom Paketdienst angerufen damit sie ihr Paket abholen kommen. Soweit so gut. Da bringen noch viele Verständnis mit, dass man bei über 30° Grad Aussentemperatur und Zeitmangel mit 10 Paketen nicht noch durch das ganze Gebäude rennt und die einzelnen Büros aufsucht. Kein Problem. Aber dass die Pakete, wenn das Büro nicht besetzt ist, wieder mitgenommen werden ist nicht normal.

Foto: ARKM Archiv

Zumindest nicht dann, wenn es im Gebäude einen Service gibt, der die Pakete für die einzelnen Unternehmen annimmt und auch die Berechtigung dafür hat. Das Sekretariat liegt auch nicht versteckt in irgendeiner Ecke. Nein, es liegt, für jeden gut sichtbar, gegenüber des Haupteinganges.

Auf Nachfrage im GTC Sekretariat, hört man dann die Aussage, dass man versucht habe mit dem Paketzusteller zu reden. Dieser aber nicht einmal Deutsch verstand. Alle Erklärungsversuche auf Englisch scheiterten, wobei der Paketzusteller auch noch frech wurde. Ihn scheint es gar nicht zu interessieren, seine Arbeit ordentlich zu machen.

Mühselig und widerwillig werden dann Paket-Abholkarten ausgestellt und landen teilweise noch nicht einmal in die vorhergesehenen Briefkästen. Was soll so etwas? Und das ist nicht nur einmal passiert. So ist es einem der dort ansässigen Unternehmen gleich mehrfach passiert. Dabei ging das erste Paket zurück an den Versender. Das Zweite ist nun schon fast 10 Tage lang unterwegs.

Ein per Mail angeforderten neuen Zustellungsversuch für das zweite Paket wurde erfolgreich bestätigt. Doch die Zustellung erfolgte nicht an dem bestätigtem Tag. Laut einer Mitarbeiterin des DHL Telefon-Serviceteams wurde das Paket einen Tag später als angekündigt erst aus der Filiale abgeholt. Die Zustellung kann nun auch am Wochenende (Samstag) erfolgen.

Nun ja, auf den Hinweis hin, dass am Wochenende bzw. ab Freitagmittag keiner mehr im Gebäude sei, kam dann nur ein unfreundliches “Tja”. Ganz getreu dem Motto, dass das ja nicht ihr Problem sei, sondern das des Kunden.

Hmm… Was nun?

Entweder man setzt sich nun für den Rest des Freitags und den Samstag ins Büro und wartet auf den Paketboten oder man lässt es wieder zurückgehen. Das Warten nennt man übrigens auch Hausarrest für Erwachsene. Also wird das Paket nun wieder zurückgehen. Wieder einmal. Ob das so Klimafreundlich ist.

Wie gesagt, man hat ja viel Verständnis, dass logistisch nicht alles so klappen kann, wie man es gerne hätte. Schließlich sind wir ja nicht bei Wünsch dir was.

Aber wünschenswert wäre es dann doch fähige und der deutschen Sprache mächtige Mitarbeiter einzustellen. Ging doch vorher auch. Ja, auch das wird immer schwieriger. Doch unfähige Mitarbeiter schaden dem Ruf. In diesem Fall kann man keinen Unterschied zu einem anderen unfähigen namhaften Paketdienstleister sehen. Sehr Schade.

Da bleibt dem Kunden leider nicht anderes übrig als das Paket zurück an den Versender gehen zu lassen und es sich neu zuschicken zu lassen aber dann an eine DHL-Paketstation. Also auch wieder Mehrkosten für den Versender. Das ist wohl nicht im Sinne Aller, ausser vielleicht von DHL. Als Marktführer scheint es so. 

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Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Oberberg-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über regionale Themen und besondere "Landmomente". Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist telefonisch unter 02261-9989-885, oder über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@oberberg-nachrichten.de

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