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Breitband im ländlichen Raum nur gemeinsam erreichbar

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Oberbergischer Kreis – Leistungsstarke und stabile Internetanbindungen – am besten mit dem zukunftssicheren Glasfaserkabel – für die Unternehmen und Haushalte im Oberbergischen Kreis können nur durch einen gemeinsamen Masterplan Breitbandausbau erreicht werden. Dies ist das Ergebnis der Breitbandkonferenz Oberberg, zu der das Netzwerk Mittelstand der IHK Köln und der Oberbergische Kreis in die Geschäftsstelle Oberberg der IHK Köln geladen hatte.

Die Experten des Breitbandkompetenzzentrums NRW, von BreitbandConsulting.NRW und aus dem NRW-Wirtschaftsministerium machten deutlich, dass nur eine regionale Ausbaustrategie zum Erfolg führen könne: Erst auf Basis einer detaillierten Bestandsanalyse plus Nachfrageprognose kann die vorhandene Netzinfrastruktur gezielt gestärkt werden; Insellösungen für einzelne Ortschaften oder Gewerbegebiete sollten nur Übergangslösungen sein. Dies gelte auch für alternative technische Lösungen, die auf Dauer das Glasfaserkabel allenfalls temporär ersetzen können, da besonders Unternehmen symmetrische Bandbreiten (also für Downloads und für Uploads) benötigen.

Kreisdirektor Jochen Hagt berichtete von den Plänen des Kreises, eine detaillierte Bestandsanalyse und die Entwicklung von Handlungsempfehlungen kurzfristig beauftragen zu wollen. Dies werde zurzeit mit den oberbergischen Kommunen, dem NRW- Wirtschaftsministerium und benachbarten Landkreisen besprochen.

Geballte Breitband-Kompetenz in Oberberg (Foto: Photodesign Sabine König)
Geballte Breitband-Kompetenz in Oberberg (Foto: Photodesign Sabine König)

Hagt: „Erfahrungen in Südwestfalen und Hessen zeigen, dass abgestimmte regionale Ausbaustrategien zum gewünschten Erfolg führen – also ein Netz leistungsstarker und stabiler Internetleitungen für die Unternehmen und Bürgerinnen und Bürger.“

Wie wichtig eine gute Internetverbindung für die Betriebe insgesamt und im industriell geprägten Oberberg bereits heute sind und in Zukunft sein werden, erläuterten IHK-Hauptgeschäftsführer Ulf Reichardt und vier bergische Unternehmer. „Die Digitalisierung der Wirtschaft hat bereits begonnen; das Tempo nimmt rasant zu. In einigen Jahren werden die Unternehmen aller Branchen und aller Größenklassen internetbasiert arbeiten – sowohl intern, Stichwort Industrie 4.0, als auch mit ihren Lieferanten, Kunden, Dienstleistern und anderen Partnern wie etwa Hochschulen“, so Reichardt.

Beispiele aus den Unternehmen VOSS (Wipperfürth), Unitechnik (Wiehl), BPW Bergische Achsen (Wiehl) und METTEN Stein+Design (Overath) zeigten, dass die Unternehmen schon heute sehr stark vernetzt arbeiten. Die Steuerung von Werken und Produktionsstätten in aller Welt, Kommunikation und Informationen in Echtzeit zwischen Werken und mit Lieferanten und Dienstleistern sowie vernetztes Arbeiten mit Außendienstmitarbeitern, in Teams mit Kunden oder auch Homeoffice-Arbeitsplätze benötigen gute Internetverbindungen. Und alle Unternehmensvertreter waren sich einig: Die heute verfügbaren und genutzten Bandbreiten werden schon in wenigen Jahren nicht mehr ausreichen – dann müssen leistungsstärkere Leitungen angeboten werden, die auch über die von der Bundesregierung geplanten 50Mbit bis 2018 hinausgehen. Andernfalls sehen die Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit gefährdet – zumindest an den schlecht angebundenen Standorten.

Damit stand auch das zweite Fazit der Breitbandkonferenz Oberberg fest: Der Ausbau der Netze wird eine ständige Aufgabe für die regionalen Akteure aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft sein, da die Digitalisierung der Wirtschaft und des Lebens schnell fortschreitet. Und dieser Daueraufgabe müssen sich die Akteure gerade im ländlichen Raum gemeinsam stellen.

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Ein Kommentar

  1. Ich kann diesem Artikel nur zustimmen.
    Habe jedoch das Gefühl genau dies bereits vor knapp 5 Jahren gelesen zu haben.

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