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SehensWERT: Oelchenshammer

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Engelskirchen– Er ist der letzte seiner Art und er wurde vor einiger Zeit aus dem Tiefschlaf geholt, um im Oberbergischen wieder Stahl herzustellen, wie es in früheren Zeiten getan wurde. Die Rede ist vom Oelchenshammer bei Engelskirchen, dem letzten funktionsfähigen wasserbetriebenen Schmiedehammer im Oberbergischen Land. Seit über 200 Jahren steht der Hammer bei Bickenbach an einem See, der von der Leppe gespeist wird. Er versorgt ihn mit Wasserkraft, hier kann man noch sehen wie mit Wasser Stahl geschmiedet wurde. Bekannt ist, dass seit 1787 genau an dieser Stelle mit dem Hammer Eisen behandelt wurde, zuerst Eisenbänder für Fässer und später auch Werkzeug.

Der Oelchenshammer in Betrieb / Text und Bilder : Uwe Schlegelmilch
Der Oelchenshammer in Betrieb / Text und Bilder : Uwe Schlegelmilch

Im Jahr 1860 kaufte dann die Firma Dörrenberg den Hammer, sie verbesserte immer wieder die Rezepturen für den geschmiedeten Stahl und so entstand „Janus Stahl“, bestens geeignet für Messer und Äxte der damaligen Zeit. Teilweise arbeiteten bis zu 6 Schmiede gleichzeitig im Hammer, unterstützt von 2 Schützjungen, die den Wasserzulauf des Hammers regelten. Bis ins Jahr 1947 wurde dann hier noch tagtäglich geschmiedet, danach stand er Hammer fast 20 Jahre still und lag im Dornröschenschlaf. Mitte der 60. Jahre wurde er dann mit Hilfe der Firma Dörrenberg Edelstahl und dem Landeskonservator wieder renoviert und 1967 konnte dann endlich das erste Schmiedefeuer wieder angeworfen werden.

Gleich ist es soweit
Gleich ist es soweit

Heute ist es ein Museum und gehört seit 1993 zum LVR Industriemuseum Engelskirchen. Von April bis in den Oktober hinein können Besucher sich in die frühen Zeiten der Schmiedekunst entführen lassen. Jeden zweiten Sonntag finden öffentliche Schmiedevorführungen statt, jeden vierten Sonntag auch Führungen Ein Besuch lohnt sich, auch wenn man bei Schmiedevorführungen mit rauchiger Luft und Hammergetöse auskommen muss. Gönnen Sie sich doch mal einen Blick in vergangene Handwerkliche Zeiten und besuchen sie den Hammer und seinen Schmied. Am besten am 26.10. dieses Jahres, denn dann ist dort „Abschlag“.

Mit Wasserkraft wird der Hammer seit je her betrieben
Mit Wasserkraft wird der Hammer seit je her betrieben

Mit dem Auto: Autobahn A4 an der Ausfahrt Engelskirchen verlassen und über die L302 in Richtung Lindlar / Bickenbach weiter fahren. Dann rechts in den Oelchensweg einbiegen und direkt wieder links auf dem Schotterweg weiterfahren. Sie fahren schon auf den Hammer zu.

Dieser See speist den Hammer mit Wasser
Dieser See speist den Hammer mit Wasser

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