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Betrügerische Anrufe mit der 110

Oberbergischer Kreis (ots) – Aus aktuellem Anlass warnt die oberbergische Polizei erneut vor Betrügern, die sich am Telefon als vermeintliche Polizeibeamte ausgeben.

Am Montag (19. Februar) wurden der oberbergischen Polizei drei Fälle in Wipperfürth und ein Fall in Lindlar gemeldet. Betrüger hatten mit der 110 und Lindlarer bzw. Wipperfürther Vorwahl angerufen und wollten die Angerufenen mit einer fingierten Geschichte zu einer Geldübergabe überreden. Die Angerufenen fielen nicht auf die Tricks der Betrüger rein und erstatteten Anzeige bei der Polizei.

Das ist genau richtig! Die Polizei ruft niemals mit der 110 an!

Bundesweit ist diese Masche derzeit weit verbreitet und auch im Oberbergischen rufen immer wieder besorgte Bürgerinnen und Bürger an. Glücklicherweise fallen die meisten Angerufenen nicht auf die Masche rein und legen sofort auf. Aber es gibt auch die Fälle, wo es tatsächlich zur Geldübergabe an die Betrüger kommt.

Dabei ähnelt sich die Vorgehensweise der Betrüger zumeist. Sie rufen ihre Opfer an und geben vor von der Polizei, dem Bundeskriminalamt oder der Staatsanwaltschaft zu sein. Durch technische Manipulation werden den Angerufenen auch Telefonnummern von Behörden angezeigt – oftmals auch die Notrufnummer 110 mit der
zugehörigen Ortsvorwahl.

Den Angerufenen wird zum Beispiel vorgespielt, dass sie auf einer Liste von Einbrechern stehen und ein Einbruch kurz bevorsteht. Zum Schutz vor finanziellen Schäden schlagen die dreisten Betrüger dann vor, Geld und Wertgegenstände zur Sicherheit in Verwahrung zu nehmen. Gehen die Opfer darauf ein, ist der Betrüger am Ziel.

In vielen Fällen werden die Opfer auch mehrfach angerufen, zum Teil über mehrere Tage hinweg. Die Täter versuchen ihre Opfer unter Druck zu setzen, ziehen sie in angebliche Ermittlungen mit ein und berichten von korrupten Polizeibeamten oder Bankangestellten, denen sie sich unter keinen Umständen anvertrauen sollen.

Mit geschickter Gesprächsführung bringen die Täter manche Opfer dazu, ihr gesamtes Barvermögen und mitunter sogar den Inhalt von Bankschließfächern nach Hause zu holen. Dort nimmt dann ein vermeintlicher Polizeibeamter Geld und Wertgegenstände an sich.

Sollten Sie einen derartigen Anruf erhalten, empfiehlt die Polizei:

  • Lassen Sie sich den Namen nennen und legen Sie auf. Rufen Sie Ihre örtliche Polizeibehörde über die Rufnummer 110 an. (Nutzen Sie nicht die Wahlwiederholung)
  • Geben Sie unbekannten Personen keine Auskünfte über Ihre Vermögensverhältnisse oder andere sensible Daten.
  • Öffnen Sie unbekannten Personen nicht die Tür.
  • Ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen, angebliche Mitarbeiter von Polizei, Staatsanwaltschaften, Gerichten oder Geldinstituten.

Wenn Sie Opfer eines solchen Anrufs geworden sind, wenden Sie sich in jedem Fall an Ihre Polizei und erstatten Sie eine Anzeige. Nutzen Sie hierfür den kostenlosen Notruf 110 oder die 02261 81990.

Quelle: Kreispolizeibehörde Oberbergischer Kreis

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche verantwortet die Redaktion Oberberg-Nachrichten. Sie schreibt als Journalistin über regionale Themen und besondere "Landmomente". Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist telefonisch unter 02261-9989-885, oder über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: [email protected] - Redaktionssprechstunde: Mo, Di und Do von 10-12 Uhr.

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