Oberberg – Der nächste Projektaufruf über rund 755.000 € für Projektideen, die die Region stärken, startet in dieser Woche. Gerade erst wurden zwei neue Projekte für die LEADER-Förderung ausgewählt. Der Förderverein Freibad Bielstein bekommt Fördermittel für einen Baumlehrpfad auf dem Freibadgelände. In Zusammenarbeit mit der TOB Sekundarschule vor Ort werden die Inhalte der Baumschilder erarbeitet und später Umweltwirkungen auf verschiedene Baumarten untersucht. Das Freibad ist somit in Zukunft nicht nur Freizeiteinrichtung, sondern auch Lernort.

Die Dorfgemeinschaft Wildbergerhütte-Bergerhof wird mit LEADER-Mitteln bei der Restaurierung eines Denkmalturmes, der in früheren Zeiten Kamin einer Schmelzhütte war, unterstützt. Auf einer neuen Schautafel soll auf die Bergbauvergangenheit von Wildbergerhütte aufmerksam gemacht werden.

Beide Projekte wurden letzte Woche als LEADER-Projekte ausgewählt und gleich diese Woche startet die nächste Bewerbungsphase um weitere LEADER-Fördermittel. Zum achten und wahrscheinlich letzten Mal können sich Akteure aus den Kommunen Bergneustadt, Engelskirchen, Gummersbach, Lindlar, Morsbach, Nümbrecht, Reichshof, Waldbröl und Wiehl um diese bewerben.

In diesem Projektaufruf stehen 756.880 € für geeignete Projekte zur Verfügung. Die Bewerbungsfrist für Projekte endet am 16. Januar 2020 um 11.00 Uhr. Für die Projektbewerbung muss der unterschriebene Bewerbungsbogen fristgerecht eingereicht werden.

Es werden Projektideen zu allen vier Handlungsfeldern der LEADER-Region gesucht: Regionale Attraktivität, Lernen, Leben und Wirtschaften in der Region. Um die in der Regionalen Entwicklungsstrategie festgelegten Förderquoten je Handlungsfeld zu erreichen, stehen im Handlungsfeld Lernen in der Region noch mind. 96.636 € und im Handlungsfeld Leben in der Region noch mind. 139.538 € zur Verfügung. Zu diesen beiden Handlungsfelder gehören die Themen Bildung, Qualifizierung, Wissenstransfer ebenso wie Dorf, Gesundheit, Generationen, Soziales und Prävention. Projekte aus diesen Handlungsfeldern werden bis zur Erfüllung der Quote prioritär als LEADER-Projekt zugelassen. Die restlichen Mittel stehen Projekten aus allen Handlungsfeldern gleichermaßen zur Verfügung.

Der Erweiterte Vorstand des Kulturlandschaftsverbandes Oberberg e.V. entscheidet als lokales Auswahlgremium anhand von festgelegten Bewertungskriterien, ob Projekte förderwürdig sind. Die Auswahlsitzung findet im Februar 2020 statt.

Zu den Bewertungskriterien gehört: inwieweit die Projektidee zu mindestens einem Handlungsfeld passt, in der LEADER- Region Oberberg umgesetzt wird, innovativ ist (zumindest einen neuen Ansatz beinhalten), nachhaltig wirkt und zum Nutzen der Öffentlichkeit konzipiert wurde. Private Akteure können sich ebenso bewerben wie Vereine, Verbände, Unternehmen oder Kommunen.

LEADER fördert 65 Prozent der Projektgesamtkosten, die Antragsteller müssen 35 Prozent durch eigene Mittel oder Kofinanzierung aufbringen. Ehrenamtliche Arbeit kann zum Teil angerechnet werden. LEADER ist ein von der EU und dem Land NRW finanziertes Förderprogramm für den ländlichen Raum.

Im Dezember werden zwei Infoabende rund um Bewerbungs- und Fördermöglichkeiten bei LEADER stattfinden. Am 04. Dezember um 17:00 Uhr im Ratssaal der Gemeinde Engelskirchen und am 12. Dezember um 18:00 Uhr im Landschaftshaus der Biologischen Station Oberberg in Nümbrecht.

Quelle: LAG Kulturlandschaftsverband Oberberg e.V.

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Amei Schüttler
Amei Schüttler
Amei Schüttler ist Redakteurin bei den Oberberg-Nachrichten. Sie sitzt in unserer Zentralredaktion in GM-Windhagen und ist unter Tel. 02261-9989-885 bzw. Mail: redaktion@oberberg-nachrichten.de für unsere Leser erreichbar.

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