DLRG Oberberg und Rheinberg bilden in Kooperation 25 neue Katastrophenschutzhelfer aus

Vom 4. bis 5. November fand die Fachausbildung Katastrophenschutz der DLRG Bezirke Oberbergischer Kreis und Rheinisch-Bergischer Kreis an der Bevertalsperre in Hückeswagen statt. Rund 25 Teilnehmer konnten den Lehrgang erfolgreich abschließen und stehen nun im Ernstfall bereit.

Ausbildung so realistisch wie möglich. Dieses Ziel hatten sich die Lehrgangsleiter Arndt Peddenbruch und Jonas Biesenbach gesetzt, um das Wissen rund um den Einsatz im Katastrophenschutz möglichst anschaulich und einprägsam zu vermitteln. Aus diesem Grund gestaltete sich der diesjährige Lehrgang zum Helfer im Katastrophenschutz in NRW auch grundlegend anders, als es die Teilnehmer von anderen Ausbildungsveranstaltungen der DLRG bisher gewöhnt waren. Bereits im Vorfeld wurden Informationen zu einer anhaltenden Unwetterlage im Oberbergischen Kreis mit dem Voralarm durch eine simulierte Koordinierungsstelle der DLRG eingespielt. Nach Erhalt des Einsatzbefehls für den zusammengestellten Wasserrettungszug startete der Lehrgang dann am frühen Samstagmorgen mit dem Eintreffen im Sammelraum in Hückeswagen.

Evakuierung bis Gefahrstoffunfall. Von nun an mussten bis zum Sonntagnachmittag verschiedenste Einsatzszenarien in Zugstärke, teils zeitgleich, abgearbeitet werden. So wurden unter anderem ein Überschwemmungsgebiet evakuiert, Patienten für den Rettungsdienst transportiert, Ölsperren für die Feuerwehr aufgebaut und diese bei der Bergung von Gefahrstofffässern unterstützt. Ergänzt wurden die Trupps jeweils durch erfahrene Katastrophenschützer und Führungspersonal beider Kreise. Verschnaufpausen wurden genutzt, um Theorieeinheiten unterzubringen. Denn auch der theoretische Background zu den praktischen Lehrgangsinhalten, Strukturen während des Katastrophenschutzeinsatzes sowie Rechtsgrundlagen durfte natürlich nicht zu kurz kommen.
Essen aus der Feldküche. Koordiniert wurde die gesamte Übung von einem mobilen Einsatzleitwagen der DLRG, welcher wie im echten Einsatz die Arbeit aufnahm, während sich die Lehrgangsleitung im Hintergrund hielt und neue Szenarien einspielte. Und auch sonst war für die Teilnehmer oft nur schwer auszumachen, dass sie sich auf einem Lehrgang befanden. Die Verpflegung erhielten sie im Einsatzgebiet aus der Feldküche und das Nachtlager wurde improvisiert in einer Lagerhalle aufgeschlagen.

Positives Fazit. Auch wenn es dieser Lehrgang in sich hatte und den Teilnehmer einiges abverlangt hat, zeigte sich die Lehrgangsleitung mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Alle Szenarien wurden fachlich korrekt abgearbeitet und dabei wurde in Gruppen mit vorher unbekannter Zusammensetzung sehr teamfähig agiert. Die Fachausbildung Katastrophenschutz stellt zudem den Abschluss einer ganzen Reihe von Vorausbildungen dar und befähigt die Katastrophenschützer, zukünftig mit ihren Trupps in den Wasserrettungszügen (WRZ-NRW) der Bezirksregierung Köln mitzufahren und im Katastrophengebiet zu helfen.

Foto: DLRG Bezirk Oberbergischer Kreis e.V.

Quelle: DLRG Bezirk Oberbergischer Kreis e.V.

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