Mittelstand

Investment-Trend: Nachhaltige Geldanlagen

Klimafreundlich Geld anlegen – immer mehr Menschen entdecken diese Form des Sparens für sich. Neben einem guten Gefühl bietet diese Anlageart oft attraktive Renditeperspektiven.

Was macht eine nachhaltige Geldanlage aus?

Nachhaltige Investments beteiligen sich an Unternehmen, die sich ökologisch engagieren, zum Beispiel durch die Förderung Erneuerbarer Energien. Das schließt naturgemäß alle Firmen aus, die ihre Umsätze mit Atomkraft, Kohle, Öl oder Rüstungsgütern erzielen.

Zudem müssen nachhaltig agierende Unternehmen ein besonders hohes soziales Engagement aufweisen. Im Idealfall können ihre Aktionäre durch Stimm- und Mitspracherechte Einfluss und Kontrolle ausüben, um die nachhaltige Ausrichtung sicherzustellen und gegebenenfalls zu korrigieren.

Anlageform mit Wachstumspotenzial

Immer mehr Banken, Sparkassen und Finanzdienstleister empfehlen nachhaltige Investments. Dabei ist diese Art der Geldanlage nicht brandneu: Laut Website des Finanzdienstleistungsunternehmens tecis müssen alle börsennotierten Unternehmen bereits seit 2017 nachweisen, welche Sozial- und Umweltstandards sie sich auf ihre Fahnen geschrieben haben. Allein der DACH-Markt für nachhaltige Geldanlagen umfasste im selben Jahr 280,6 Milliarden Euro.

tecis ist als Tochterunternehmen von Swiss Life Deutschland nicht allein, wenn es um die Empfehlung nachhaltiger Geldanlagen geht. Auch die Finanzberater der Konzernschwestern Swiss Life Select und Horbach haben sie für sich entdeckt.

Dabei geht es bei nachhaltigen Geldanlagen nicht nur um Ökologie: Laut tecis-Artikel ist sie Teil eines komplexeren Ansatzes, der sich hinter dem Kürzel ESG („Environment, Social, Governance“) verbirgt.

Börsennotierte Unternehmen müssen demnach nicht nur klimafreundlich handeln, sondern weitere Kriterien in Bezug auf den Umgang mit Angestellten und bei der Unternehmensführung erfüllen. Erst dann werden sie als nachhaltig handelnde Organisation anerkannt.

Formen klimafreundlicher Geldanlagen

ESG-orientierte Sparer können ihr Geld im Wesentlichen auf drei Arten anlegen. Zuerst einmal gibt es Aktien und Investmentfonds, die in Unternehmen investieren, die den Kriterien entsprechen. Zweite Anlageform sind Spareinlagen, die in erster Linie von Banken angeboten werden. Zu ihnen gehören Ratensparverträge, Sparbriefe, Sparbücher und das Wachstumssparen.

Zu guter Letzt gibt es die Möglichkeit, in Genussrechte oder geschlossene Fonds zu investieren. Hier ist allerdings besondere Vorsicht geboten, da direkt in ein Unternehmen oder Projekt wie zum Beispiel die Errichtung eines Windparks investiert wird. Ist die Firma oder das Vorhaben wirtschaftlich nicht erfolgreich, droht der Verlust des gesamten investierten Kapitals. Auch Aktien nachhaltig agierender Unternehmen sowie Investmentfonds haben oft ein erhöhtes Verlustrisiko.

Lohnend für Unternehmen und Anleger

Unternehmen, die bei ihren geschäftlichen Aktivitäten auf nachhaltige Werte setzen, sichern ihren zukünftigen Geschäftserfolg. Eine Studie der Boston Consulting Group zeigt, dass Firmen mit einem Spitzen-Nachhaltigkeitsrating um bis zu 12,4 Prozent mehr Gewinn erwirtschaften als Unternehmen, die nur ein mittleres Rating vorweisen. Das wiederum ist gut für den Aktienkurs – und macht nachhaltig agierende Unternehmen für Anleger interessant.

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