Die Anschaffung eines gewerblichen Fahrzeugs kann ganz unterschiedliche Gründe haben. Einer ist, wenn sich für Unternehmen anbietet, den Fuhrpark zu erweitern oder zu erneuern. Dienstwagen können aber auch als Geste der Wertschätzung und Motivation eines verdienten Mitarbeiters angeboten werden. Oder es wird ein repräsentatives Fahrzeug benötigt, um bei Kunden und Geschäftspartnern einen professionellen Eindruck zu hinterlassen. Wofür auch immer Unternehmen neue Fahrzeuge für die gewerbliche Nutzung benötigen, Konzerne, Mittelständler und Einzelunternehmer stehen gleichermaßen vor der Frage: Kaufen oder leasen? Mit welchen Kosten ist zu rechnen? In welcher Höhe können diese steuerlich abgesetzt werden? Aus betriebswirtschaftlichen Gründen entscheiden sich immer mehr Unternehmen für das Leasing. Thomas Behrens, Mitgründer und Geschäftsführer von LeasingMarkt.de, zeigt die Vorteile des gewerblichen Leasings auf.

Quelle: Shutterstock/lightpoet

Für wen kommt das Gewerbeleasing infrage? Firmenfahrzeuge sind unabhängig von der jeweiligen Branche, Betriebsgröße und Rechtsform des Unternehmens wichtiger Bestandteil der Geschäftsausstattung. Für die Anschaffung von Firmenwagen hat sich das Leasing als Alternative zum Kauf und zur klassischen Kreditfinanzierung längst etabliert. Besonders für Unternehmen, die den Kreditrahmen der Bank nicht zusätzlich belasten wollen oder ohnehin über nur begrenzte Kreditsicherheiten verfügen, ist Leasing das geeignete Finanzierungsmodell. Gewerbeleasing bietet mehr Flexibilität bei zugleich geschmälerten Risiken. Folgende Rechtsformen bzw. Selbstständige profitieren davon:

Kapitalgesellschaften wie die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) oder die Aktiengesellschaft (AG)
Personengesellschaften wie die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR), die offene Handelsgesellschaft (OHG) oder die Kommanditgesellschaft (KG)
Selbstständige Gewerbetreibende und Freiberufler
Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Wie beim Privatleasing gelten natürlich auch beim Gewerbeleasing bestimmte Voraussetzungen. Um als Geschäftskunde für einen Leasingvertrag akzeptiert zu werden, sind diejenigen Unternehmen im Vorteil, die sich bereits länger als sechs Monate am Markt behaupten. Erst nach dieser Zeitspanne sind die betriebswirtschaftlichen Auswertungen des Steuerberaters wirklich aussagekräftig und die Leasingbank kann dementsprechend die Kreditwürdigkeit des Unternehmens einschätzen. Neugründer und Startups werden durch diesen Umstand daher häufig ausgebremst. Wird der Leasingantrag abgelehnt, gibt es verschiedene Möglichkeiten, um doch noch von den Vorteilen des Gewerbeleasings zu profitieren. Der Leasingbank kann beispielsweise eine Sicherheit angeboten werden, indem ein Bürge in den Leasingvertrag aufgenommen wird. Entscheidend ist hier nur dessen ausreichende Bonität. Alternativ fungiert die Hausbank, die das Geschäftskonto verwaltet, als Bürge. Wissenswert ist bei einer Bankbürgschaft, dass hierbei üblicherweise Gebühren anfallen. Weitere Möglichkeiten der Absicherung sind eine Sonder- bzw. Anzahlung von ca. 20 bis 30 Prozent des Fahrzeugwertes zu Beginn des Leasings oder das Hinterlegen einer Kaution beim Leasinggeber.

Die Vorteile des gewerblichen Leasings

Beim Leasing eines Fahrzeugs verbleiben das rechtliche Eigentum und damit einhergehende Verpflichtungen beim Leasinggeber. … weiterlesen »

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