Sushi – das ist schon lange nicht mehr nur Trend, sondern vielmehr hat sich dieses japanische Gericht deutschlandweit so fest etabliert, dass es aus der Restaurant-Vielfalt gar nicht mehr wegzudenken ist. Wo Sushi vor ein paar Jahren noch als exotisch galt und viele sich gescheut haben, es überhaupt zu probieren, sind die Sushi-Rollen für die Deutschen eine leichte gesunde Alternative zu schwer verdaulichen und fetthaltigen Gerichten geworden. Vergangenes Jahr hat eine Umfrage im Raum Düsseldorf sogar gezeigt, dass Sushi hier am liebsten gegessen wird und zwar noch vor Pizza, Burger und Co.!

Foto: „Sushi“ (CC BY 2.0) by adactio Flickr

Mittlerweile kann man sich Sushi nahezu an jeder Ecke gönnen (auch im Oberbergischen Kreis!) und man muss nicht erst in die nächstgrößere Stadt fahren, um in den Genuss von leckeren Sushi-Rollen zu kommen. Wer es sich lieber zu Hause gemütlich machen möchte, kann sich auch ganz problemlos Sushi und andere japanische Spezialitäten einfach liefern lassen. Und falls jemand so experimentierfreudig sein sollte und seine Qualitäten als Hobbykoch testen möchte, findet man im Internet sogar Anleitungen dafür, sich das Sushi selbst zuzubereiten. Allerdings ist das im Vergleich zur Zubereitung anderer internationaler Speisen, wie italienischer Pasta oder indischem Curry, gar nicht so einfach, da man zum einen spezielle japanische Zutaten, wie Algenblätter, benötigt, die man nicht in jedem Supermarkt bekommt. Zum anderen muss man sein Augenmerk auf Qualitätsware legen, da die meisten Sushi-Komponenten roh verarbeitet werden. Daher sollte man es sicherheitshalber doch eher den japanischen Experten überlassen, das Sushi anzurichten.

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„Seaweed“ (CC BY 2.0) by idealisms Flickr

Aber ist Sushi tatsächlich so gesund und wohltuend für den Körper wie es vermarktet wird? Immerhin zeigt sich jedes Jahr aufs Neue, dass die japanischen Frauen die längste Lebenszeit zu erwarten haben. Der Zusammenhang scheint hauptsächlich darin zu liegen, dass in der japanischen Küche überwiegend frische Zutaten wie Fisch und Gemüse verwendet werden. Und damit erfüllen die Japaner den Großteil ihres Solls für eine gesunde, ausgewogene Ernährung. In Deutschland wird unter anderem der Verzehr von drei Portionen Gemüse pro Tag und mindestens ein- bis zweimal Fisch pro Woche empfohlen. Doch tatsächlich kommt bei den Deutschen der Fisch nachweislich viel zu selten auf den Esstisch. Und das ist schade, denn die Meerestiere versorgen uns neben Eiweiß und Vitaminen mit den wertvollen Omega-3-Fettsäuren, die vor Krankheiten schützen und das Herz-Kreislaufsystem stärken. Selbst die Meeresalgen, die von den Japanern gern beim Kochen zum Einsatz kommen, sind unglaubliche Nährstoff-Booster. Die in Deutschland bisher kaum verwendeten Meerespflanzen liefern wichtige Mineralien, Ballaststoffe und Proteine, womit sie nicht nur den Muskelaufbau unterstützen, sondern auch die Fettverbrennung ankurbeln.

Wer also zu Sushi anstelle von einer fettigen Pizza greift, tut sich selbst einen großen Gefallen, da man nicht nur viele wichtige Nährstoffe zu sich nimmt, sondern gleichzeitig im Vergleich zu anderen Speisen viel weniger Kalorien. Daher wird von vielen Deutschen Sushi vermehrt in den Sommermonaten konsumiert, da es leicht bekömmlich ist und der Bikini-Figur nicht schadet. Ein Aspekt, der bisher gegen Sushi sprach, war der, dass Frauen davor gewarnt wurden, Sushi während einer Schwangerschaft zu essen. Doch eine Langzeit-Studie gibt nun Entwarnung, da die positiven gesundheitlichen Effekte durch Verzehr von Fisch eindeutig nachgewiesen sind. Es empfiehlt sich allerdings, bei der Wahl des Sushi-Fachmanns nicht nach den Preisen zu gehen, sondern hier einzig und allein auf Qualität zu achten.

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