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Neubau des Amtsgerichts Gummersbach

Gummersbach – Das Amtsgericht Gummersbach wird neu gebaut. Heute wurde der entsprechende Vertrag von der Direktorin des Amtsgerichts Gummersbach, Claudia Krieger, und Vertretern der erfolgreichen Bietergemeinschaft, bestehend aus der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft mbH (GWG Gummersbach) und der JBR Partner Architektur Haus (Münster), unterzeichnet. Damit ist der erste private Neubau eines Amtsgerichts in Nordrhein- Westfalen beschlossene Sache.

Mit der Vertragsunterzeichnung wird ein mehr als einjähriges Verfahren abgeschlossen. Es hatte im Dezember 2014 mit einem europaweiten Teilnahmewettbewerb begonnen. Daran schloss sich ein Verhandlungsverfahren mit mehreren Investoren an. Unter den eingereichten Entwürfen setzte sich die Bietergemeinschaft mit einem Bauprojekt im zentralen Innenstadt bereich durch. Der landeseigene Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB NRW ), dem das derzeit genutzte Gerichtsgebäude gehört, hat an dem Wettbewerb nicht teilgenommen.

Zukünftig wird der Justiz in Gummersbach ein repräsentatives neues Gebäude zur Verfügung stehen. Die reine Nutzfläche erstreckt sich auf 2.520 qm, insgesamt weist das Gebäude eine Mietfläche von 3.810 qm auf, die sich auf 5 Geschosse zuzüglich Keller verteilt. In dem angemieteten Gebäude werden etwa 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Amtsgerichts und des ambulanten Sozialen Dienstes (vormals Bewährungshilfe) gemeinsam untergebracht. Damit wird die bisherige Aufteilung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf drei verschiedene Gebäude in Gummersbach endlich beendet. Zukünftig arbeit en alle Justizangehörigen unter einem Dach.

Gebaut wird auf einem neben der Schwalbe-Arena gelegenen Grundstück auf dem Steinmüllergelände. Es wird nördlich von der Brückenstraße und südlich von der Steinmüllerallee begrenzt. Das Gebäude ist verkehrstechnisch hervorragend angebunden. Es ist vom Bahnhof und vom Parkhaus des Forums fußläufig erreichbar.
Der Haupteingang des prägnanten kubischen Gebäudes ist zur Steinmüllerallee ausgerichtet. Architektonisch wird das Gebäude durch Sichtbetonrahmen geprägt, die abwechselnd mit Ziegel- und Fensterfeldern gefüllt sind.

Unterzeichnet wurde heute ein Mietvertrag über die Nutzung des Neubaus. Die Baukosten trägt die Bietergemeinschaft. Die Laufzeit des Mietvertrags beträgt 15 Jahre und es besteht eine Verlängerungsoption bis zu weiteren 15 Jahren. Damit hat die Justiz über einen längeren Zeitraum finanzielle Planungssicherheit. Derzeit wird von einer Planungs- und Bauzeit von etwa zwei Jahren ausgegangen.

Der Neubau hat für den Justizstandort Gummersbach große Bedeutung. Zur Vertragsunterzeichnung sind der Präsident des Oberlandesgerichts Köln, Peter Kamp, und der Präsident des Landgerichts Köln, Roland Ketterle, nach Gummersbach gekommen, um dort auch mit dem ersten Bürger der Stadt, Bürgermeister Frank Helmenstein, zusammenzutreffen. Bei der Vertragsunterzeichnung wurde die Gemeinnützige Wohnungsbaugesesellschaft mbH durch den Geschäftsführer Herrn Volker Müller vertreten, das Architekturbüro JBR Partner Architektur Haus durch den Architekten Josef B. Rotthoff.

Das vom Oberlandesgericht Köln durchgeführte Verfahren wurde begleitet und unterstützt durch die Firma Assmann Beraten + Planen GmbH, Dortmund.

Veröffentlicht von:

Aline Walter
Aline Walter ist Redakteurin und kaufmännische Mitarbeiterin bei ARKM. Als Reporterin versorgt die Studentin des Medienmanagements sowie der Unternehmensführung die Oberberg-Nachrichten täglich mit aktuellen Nachrichten und Berichten aus der Region.

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