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Linie 301: Elterninitiative lud WDR Lokalzeit nach Pernze ein

Linie 301 - heute Morgen 6:30 Uhr - voller Bus in Pernze - die Wirtschaftlichkeit beim Schülerverkehr sollte gewährleistet sein. Foto: Sven-Oliver Rüsche
Linie 301 – heute Morgen 6:30 Uhr – voller Bus in Pernze – die Wirtschaftlichkeit beim Schülerverkehr sollte gewährleistet sein. Foto: Sven-Oliver Rüsche

Bergneustadt. In der letzten Woche zeigten die Oberbergischen „Grenzgänger“ in ihrer Olper Schule Flagge. Mit roten Karten wurde dem Verkehrsministerium in Düsseldorf auf den Umstand hingewiesen, dass die OVAG Gummersbach ihre Linie 301 (Gummersbach – Olpe) aus wirtschaftlichen Gründen einstellen will. Seit dem bewegt sich was. Die Eltern mobilisierten sämtliche Medien, um die Wichtigkeit dieser Busverbindung zu demonstrieren.

WDR Lokalzeit in Pernze - Eltern und Schüler sagen, warum die Linie 301 so wichtig ist.
WDR Lokalzeit in Pernze – Eltern und Schüler sagen, warum die Linie 301 so wichtig ist.

Heute Morgen um 6:30 Uhr trafen sich die Eltern und Schüler mit dem WDR an der Bushaltestelle am Sportplatz. Damit wird die Tragweite der sehr einseitig getroffenen Entscheidung, die Buslinie 301 kurzfristig einzustellen, nun über die Kreisgrenzen zum Politikum. Schließlich ist die OVAG nicht irgendein privatwirtschaftlicher Nahverkehrsanbieter, sondern eine von öffentlicher Hand organisierte Busgesellschaft (Oberbergischer Kreis und diverse Städte) – wo eigentlich die öffentlichen Interessen im Vordergrund stehen sollten.

301 Bislinie: Schülerverkehr sollte wirtschaftlich tragbar sein – voller Bus um 6:30 Uhr

Während der Interviews konnte man heute Morgen um 6:30 Uhr einen vollen Schülerbus sehen. Kein freier Sitzplatz – quasi 100%+X Auslastung! Die Wirtschaftlichkeit sollte gerade bei den Schülerverkehrsverbindungen kein wirkliches Problem sein.

Nun wird die Problematik überregional wahrgenommen - Lenkt die Politik in Olpe und Gummersbach endlich ein und kümmert sich aktiv um dieses existenzielle Problem?
Nun wird die Problematik überregional wahrgenommen – Lenkt die Politik in Olpe und Gummersbach endlich ein und kümmert sich aktiv um dieses existenzielle Problem?

Elternvertreterin Patricia Dünzer unterstrich in ihrem heutigen WDR Interview, dass es den Eltern und Schülern total egal ist, ob die Busverbindung nur bis Wegeringhausen geht und von dort ein anderer Bus übernimmt. Was jedoch wichtig wäre: Die Anbindung nach Olpe muss erhalten bleiben und sie unterstrich nochmals, dass es hier um das freie Schulwahlrecht geht, dass quasi gestrichen werden soll. René Weiner (Geschäftsführer von der NORWE GmbH) betonte in seinem Statement, dass gerade für Pernzer Schüler der Weg nach Olpe auch in Punkto Fahrtzeiten wesentlich kürzer ist, als wenn man bis Gummersbach zu einer Gymnasium-Alternative fahren müsste.

Von Seiten der Verantwortlichen liegen leider noch keine offiziellen Entscheidungen vor. So wie es sich derzeit abzeichnet, wird bis zu den Sommerferien die Linie 301 auf jeden Fall erhalten bleiben. Durch die überregionale Berichterstattung sollte nun das Thema auch in Düsseldorf auf dem Politischen-Radar erscheinen. Für die Schüler und Eltern bleibt es auf jeden Fall sehr spannend.

 

Veröffentlicht von:

Sven Oliver Rüsche
Sven Oliver Rüsche
Sven Oliver Rüsche ist parteilos, Herausgeber der Oberberg-Nachrichten und schreibt über Vereine, Menschen, Tourismus und die Wirtschaft. Er ist als Journalist Mitglied im DPV Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V. / Mitgliedsnummer: DE-537932-001 / Int. Press-Card: 613159-537932-002. Sie erreichen ihn per Mail unter [email protected]

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