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Kreisgesundheitsamt rät zur Grippeimpfung

Oberbergischer Kreis – „Grippegefährdete Personen sind insbesondere ältere Menschen und solche, die chronische Lungen- Herzkreislauf-, Nierenerkrankungen oder Diabetes haben. Dem Risiko einer Ansteckung sind insbesondere auch Personen in Berufsgruppen ausgesetzt, die häufig Kontakt zu anderen Menschen haben, zum Beispiel Menschen im Gesundheitswesen, in der Pflege, Bankangestellte, Lehrer, Busfahrer und viele andere mehr“, sagt Dr. Thomas Bauer, Leiter des Kreisgesundheitsamtes.

Die Grippeviren verändern sich ständig, die Impfstoffe werden deshalb jedes Jahr auf Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation neu angepasst. „Die heutigen Grippeimpfstoffe sind bewährt und sehr gut verträglich. Allenfalls können lokale Reaktionen wie Schmerz, Rötung und Schwellung rund um die Einstichstelle auftreten. Diese häufigen Nebenwirkungen von Impfungen klingen aber für gewöhnlich sehr rasch ab“, sagt Dr. Thomas Bauer. 14 Tage nach der Impfung setzt der Impfschutz ein, daher sollte man nicht erst bis Karneval warten. Der Leiter des Kreisgesundheitsamtes empfiehlt: „Sprechen Sie Ihren Hausarzt auf das Thema an, oder wenden Sie sich für weitere Informationen an das Gesundheitsamt des Oberbergischen Kreises unter der Telefonnummer: 02261/88-5305. Auch muslimische Bürger können uns gerne um Rat befragen – nicht nur zur Haddsch.“ Der Haddsch ist die islamische Pilgerfahrt nach Mekka.

Mit den Händen berühren wir viel: die Misbaha hilft - ähnlich wie der Rosenkranz - dem gläubigen Muslimen beim Zählen und Sprechen der Gebetsformeln (Foto:OBK).
Mit den Händen berühren wir viel: die Misbaha hilft – ähnlich wie der Rosenkranz – dem gläubigen Muslimen beim Zählen und Sprechen der Gebetsformeln (Foto:OBK).

Anfang Oktober 2014 werden wieder viele Pilger anlässlich des Haddsch/Hajj nach Saudi- Arabien reisen. Seit 2012 kommt es vor allem in Ländern der arabischen Halbinsel zu schweren Infektionen der Atemwege durch ein neues Coronavirus (MERS-CoV = Middle East Respiratory Syndrome Corona Virus). Die meisten Erkrankungen wurden dabei in Saudi-Arabien registriert. Wo genau und wie sich Menschen anstecken können, ist noch unklar. Kamele (Dromedare) scheinen aber an der Übertragung beteiligt zu sein. „Da es anders als bei Masern für diese Erkrankung noch keinen Impfschutz gibt, sollten Reisende auf eine gute Händehygiene achten und unnötige Tierkontakte meiden“, sagt Dr. Thomas Bauer. Der Arzt empfiehlt sich regelmäßig die Händ zu waschen, alternativ ist zur Reinigung der Hände vor dem Essen und nach dem Toilettenbesuch Parfum wie „Eau de Cologne“ ideal.

„Nicht selten müssen sich 50 bis 100 Gläubige ein Zelt teilen – Körperhygiene wird unter diesen Bedingungen schwierig. Wer zur Hadsch fährt, sollte sich auch gegen Grippe impfen. Schon lange wird seitens der saudischen Regierung von allen Mekka-Pilgern ein Impfschutz gegen Meningokokken und Grippe verlangt“, sagt Dr. Thomas Bauer.

Weitere Informationen finden Sie (mehrsprachig) auf den Seiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, BZgA.

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