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Kreis stärkt Inklusion in der Jugendförderung

Oberbergischer Kreis – Der Oberbergische Kreis nimmt als einziger Flächenkreis am landesweiten Projekt „Inklusion in der Jugendförderung“ teil.

Genau vor einem Jahr haben Mitarbeitende des Jugendamtes mit vier thematisch unterschiedlichen Projektelementen begonnen. Kooperationspartner waren schnell gefunden. Im Kreisnorden wird das Kinderdorf Hückeswagen in den Herbstferien seine Türen öffnen – in Kooperation mit der Lebenshilfe und dem städtischen Jugendzentrum.

Knapp 60 Kinder und Jugendliche mit und ohne Handycap werden zwei Wochen lang zusammen leben und „arbeiten“. Sie wählen einen eigenen Bürgermeister und handeln mit einer eigenen Währung. Der Zutritt ist Erwachsenen nur an einem Besuchstag gestattet. In Waldbröl richtet sich die Jugendbegegnungsstätte des Internationalen Bundes „IB West gGmbH“ in Zusammenarbeit mit der Roseggerschule auf ein inklusives Miteinander im gemeinsamen Alltag der Einrichtung aus.

Beim Treffen in Gummersbach tauschten sich die Vertreter der teilnehmenden Städte aus und entwickelten neue Ideen für das Projekt. (Foto:OBK)
Beim Treffen in Gummersbach tauschten sich die Vertreter der
teilnehmenden Städte aus und entwickelten neue Ideen für das Projekt.
(Foto:OBK)

Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend in Oberberg erstellt einen Film über das Zusammenleben behinderter und nicht behinderter Kinder und Jugendlicher im Rahmen einer zwei-wöchigen Ferienfreizeit. Und schließlich haben sich engagierte Eltern behinderter Kinder zu einem Arbeitskreis zusammengefunden, um selbst nach Möglichkeiten und Wegen zu suchen, wie es zu weiteren inklusiven Freizeitmöglichkeiten kommen kann. Dr. Jorg Nürmberger, Sozialdezernent des Oberbergischen Kreises und Heinz Thelen, Leiter des Kreisjugendamtes beschreiben alle Akteure als besonders engagiert und hochmotiviert.

Das auf zwei Jahre angelegte Gesamtprojekt wird vom Land NRW mit 65.000 Euro gefördert und von beiden Landschaftsverbänden, sowie der Fachhochschule Köln begleitet. Nach der Auswertung Ende 2015 soll sich herauskristallisieren, welche Experimente sich als nachahmenswert für andere Träger und Regionen erwiesen haben. Das aktuelle Treffen in Gummersbach diente den teilnehmenden Städten zum Austausch und der gemeinsamen Weiterentwicklung des Projekts.

Dr. Jorg Nürmberger und Heinz Thelen begrüßten die Abordnungen der Städte Köln, Bonn, Dortmund, Gütersloh und Siegen zu einem Projektgruppentreffen in der Kreisstadt sowie Vertreter der beiden Landschaftsverbände und der Fachhochschule Köln.

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