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Jahreshauptversammlung in Herberge Dahl

Am Freitag, dem 30. Juni fand die diesjährige Jahreshauptversammlung des NABU Oberberg in Lindlar in der Museumsherberge des Bergischen Freilichtmuseums statt.

Nach der Begrüßung durch Museumsleiter Michael Kamp, der auf die vielen Aktivitäten des Freilichtmuseums zu Natur- und Umwelt-Themen einging und insbesondere auf eine kommende Tagung im Museum zur Frage des Insektensterbens und der Folgen hinwies, widmete sich die Versammlung dem Tätigkeitsbericht und der Aussprache darüber.

Im Fokus der Debatte über die Arbeit des NABU Oberberg im vergangenen Jahr stand die „Offroad-Strecke Ehreshoven“, die von den Mitgliedern lebhaft und detailliert diskutiert wurde. Es bereitet den NABU Oberberg-Mitgliedern große Sorge, dass die Genehmigung der Strecke einen Präzedenzfall im Oberbergischen Kreis schaffen könnte:

Zukünftig könnte sich jeder auf die (enorm aufwändige ) Bauleitplanung der Gemeinde Engelskirchen berufen, um eine rein kommerzielle Nutzung seines Waldes im Landschaftsschutzgebiet durchzusetzen. Weswegen die Gemeinde Engelskirchen so viel Zeit und Energie ihrer Beschäftigten in so ein – auch bei den Engelskirchener Bürgern – umstrittenes Projekt gesteckt hat, das gleichzeitig nur Wenigen kommerziellen Nutzen bringt, ist im NABU Oberberg immer noch ein Rätsel!

Aber auch großes Unverständnis, weshalb Dr. Gero Karthaus die „Offroad-Strecke“ bis zum jetzigen Zustand unterstützt hat, wurde vielfach geäußert. Dass der Bürgermeister die „Offroad-Strecke“ schon vor der Bauleitplanung unterstützt hat, dann das Planverfahren mit seinen Mitarbeitern vorangetrieben hat, sich jetzt aber bei der Abstimmung enthält, ist unglaubwürdig und reicht nach Meinung vieler Mitglieder des NABU Oberberg nicht aus.

Jeder Autohersteller habe ein Testgelände für Sicherheits-Übungen, man brauche keine „Offroad-Strecke“ im Ehreshovener Wald, so ein ehemaliger leitender Angestellter von Ford. Auch der Bedarf der „Offroad-Strecke“ für Übungen von Feuerwehr etc. sei an den Haaren herbeigezogen. Ginge es um die Sicherheit der Fahrzeuge, dann stünden genügend Test- und Übungsstrecken in Deutschland zur Verfügung.
Das angebliche Übungsgelände hält der NABU Oberberg für eine „Spaßstrecke“ zum Geldverdienen der Aktionäre der D&T Drive & Training AG mit Sitz in Ehreshoven, die dort „… Schulungsveranstaltungen, fahraktive Events, Produktpräsentationen, Durchführung von Handelsmarketingmaßnahmen“ veranstalten will. Letztlich läuft es auf Werbung für spritschluckende und klima-killende SUV’s hinaus!
Dafür darf das Landschaftsschutzgebiet ebenso wenig geopfert werden, wie der Klimaschutz!

Die Versammlung verabschiedete daher einstimmig (bei drei Enthaltungen) folgende Resolution:

Resolution der Jahreshauptversammlung des NABU Oberberg am 30.06.2017

„Der NABU Oberberg appelliert an den Bürgermeister von Engelskirchen, Dr. Gero Karthaus seine „Neutralität“ in Sachen Offroad-Strecke Ehreshoven aufzugeben. Der NABU Oberberg appelliert an den Gemeinderat von Engelskirchen, sich im Sinne von Klima-, Natur- und Landschaftsschutz für den Erhalt des Landschaftsschutzgebietes in seiner bestehenden Form einzusetzen.“

Für Rückfragen: Michael Gerhard, Vorstand NABU – Oberberg Tel. 02296 % 908100 oder 0177 6116789

Quellenangabe: Uwe Hoffmann/NABU Oberberg

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche verantwortet die Redaktion Oberberg-Nachrichten. Sie schreibt als Journalistin über regionale Themen und besondere "Landmomente". Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist telefonisch unter 02261-9989-885, oder über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: [email protected] - Redaktionssprechstunde: Mo, Di und Do von 10-12 Uhr.

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