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Inklusion: Mit Einigkeit an die Herkulesaufgabe

Oberbergischer Kreis – „Wir bekennen uns ausdrücklich zur Umsetzung des inklusiven Schulsystems im Oberbergischen Kreis – doch wir wollen auch weiterhin ein hochwertiges Förderschulangebot bereitstellen und bewährte Strukturen nicht zerschlagen“, sagt Landrat Hagen Jobi, und ist sich dabei mit den 13 Bürgermeistern im Kreis einig.

Gemeinsam wird frühzeitig an konkreten Lösungsansätzen zur Umsetzung gearbeitet. Allerdings: Leicht wird das nicht. Sinkende Schülerzahlen, Vorgaben über erforderliche Mindestgrößen von Förderschulen, die schwierige Lehrerversorgung sowie die kommunalen Kosten in Zeiten knapper Kassen – all das macht die Inklusion sowohl für die Schulen als auch für die Kommunen und den Kreis zu einer Herkulesaufgabe. Hinzu kommt der zurzeit noch nicht einschätzbare Wille der Eltern. Denn mit der zum 1. August 2014 in Kraft getretenen 9. Schulrechtsänderung können Eltern von Kindern mit besonderem Förderbedarf künftig selbst entscheiden, welche Schule ihre Kinder besuchen sollen – ob allgemeine Schulen oder Förderschulen.

Gemeinsames Lernen von Schülerinnen und Schülern mit und ohne Förderbedarf soll zur Normalität werden. Foto:OBK)
Gemeinsames Lernen von Schülerinnen und Schülern mit und ohne
Förderbedarf soll zur Normalität werden. Foto:OBK)

´Über allem steht das große Ziel, dass das gemeinsame Lernen von Schülerinnen und Schülern mit und ohne Förderbedarf zur Normalität wird. Um diese enorme Herausforderung möglichst konstruktiv und letztlich auch positiv zu meistern, haben sich Kreis und Kommunen bereits frühzeitig an einen Tisch gesetzt. Die Absicht ist es, gemeinsame Strategien zum Erhalt des Förderschulangebotes in Oberberg zu erarbeiten. Außerdem soll den politischen Entscheidungsträgern in den Kommunen und im Kreis eine möglichst einvernehmliche Empfehlung über das zukünftige Förderschulwesen in der Region gegeben werden.

Zwar besteht im Oberbergischen Kreis noch Zeit bis zum Schuljahr 2016/17, bis die Entscheidung über die Neugestaltung der Förderschullandschaft umgesetzt werden muss. Dennoch streben Landrat und die Bürgermeister an, der Politik möglichst bald einen abgestimmten Vorschlag zu unterbreiten. „Eltern und Schulen brauchen schließlich Planungssicherheit“, betonen Landrat Hagen Jobi und die Bürgermeister.

Unter Federführung und auf Vorschlag des Landrates ist jetzt ein gemeinsames Positionspapier entstanden, das von allen Bürgermeistern in Oberberg einvernehmlich unterstützt und mitgezeichnet wird. Dieses kann ab sofort auch auf der Internetseite des Oberbergischen Kreises unter www.obk.de (>>Schule und Bildung>> Inklusion) eingesehen werden.

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