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Gelebte Willkommenskultur: Viele Angebote für Flüchtlinge in Hückeswagen

Keinerlei Berührungsängste hat es beim Hückeswagener Auftakttreffen zwischen mehr als 25 Flüchtlingen und ebenso vielen ehrenamtlichen Patinnen und Paten gegeben. Den harmonischen Austausch hatten die Stadt Hückeswagen und die Ehrenamtsinitiative Weitblick ins Leben gerufen.

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Hückeswagen – Gespräche führen, Kontakte knüpfen und Angebote schaffen – diese Ziele verfolgen die Stadt Hückeswagen und die Ehrenamtsinitiative Weitblick des Oberbergischen Kreises in Kooperation. Schließlich solle, so Fachbereichsleiter Michael Kirch, in Hückeswagen eine Willkommenskultur für Flüchtlinge gelebt werden. So hat es bereits ein erstes Auftakttreffen gegeben, zu dem Menschen aus vielen verschiedenen Ländern der Welt erschienen sind, die ihre Heimat aufgrund von Krieg oder Elend verlassen haben. Neben mehr als 25 Flüchtlingen waren auch ebenso viele ehrenamtliche Patinnen und Paten anwesend. Mit deren Hilfe sollen die Bedarfe, Erfordernisse und Wünsche der Flüchtlinge herausgefunden und Möglichkeiten gesucht werden, diese durch die Paten abzudecken. In Hückeswagen leben derzeit 83 Flüchtlinge aus der ganzen Welt.

Beim gemeinsamen Treffen wurden Listen für angebotene Kurse in verschiedenen Bereichen ausgelegt: von Sport und Kochen über Deutsch und Handarbeiten bis hin zu Kinderbetreuung sowie der Unterstützung bei Behördengängen und Arztbesuchen. „Die Resonanz auf unseren Aufruf war sehr gut. Es gab keinerlei Berührungsängste, und die Flüchtlinge waren sehr aufgeschlossen und freundlich“, berichtet die Hückeswagener Weitblick-Standortlotsin Margareta Coenen, die von Brigitte Vandenherz-Siebel unterstützt wird.

Die Sprache gestaltete sich dabei nicht als Problem. „Wir haben untereinander gedolmetscht, doch die Flüchtlinge lernen auch erstaunlich schnell Deutsch“, erklärt Patin Jana Wiehager, die sich gerne einbringt: „Es ist für mich sehr wichtig, dass man Menschen, die großes Leid durchstehen mussten, willkommen heißt.“ Dabei, so die Studentin, gehe es sowohl um formale Hilfestellungen aber auch um den zwischenmenschlichen Bereich. „Es sollte auch unsere Aufgabe sein, sie in das soziale Umfeld zu integrieren.“ Bernd Oesinghaus, ebenfalls Pate, ergänzt: „Kein Mensch verlässt seine Heimat freiwillig, wenn er nicht in großer Not ist. Wir sollten dazu beitragen, dass sich die Menschen hier wohl fühlen.“ Die ersten Erfahrungen und Austausche sind dabei positiv. „Ein Flüchtling hat zu mir gesagt, dass die Menschen hier sehr nett seien“, berichtet Jana Wiehager.

Die Hückeswagener Weitblick-Standortlotsin Margareta Coenen (M.) mit den beiden Paten Jana Wiehager und Bernd Oesinghaus, die sich wie zahlreiche weitere Freiwillige in Hückeswagen ehrenamtlich um Flüchtlinge kümmern möchten (Foto: OBK).
Die Hückeswagener Weitblick-Standortlotsin Margareta Coenen (M.) mit den beiden Paten Jana Wiehager und Bernd Oesinghaus, die sich wie zahlreiche weitere Freiwillige in Hückeswagen ehrenamtlich um Flüchtlinge kümmern möchten (Foto: OBK).

Ohne dieses außergewöhnliche ehrenamtliche Engagement, sagt Sylvia Asmussen von der Ehrenamtsinitiative Weitblick, könne eine sorgfältige Flüchtlingsbetreuung nicht funktionieren. Umso höher sei der Einsatz der Patinnen und Paten in diesem Bereich zu bewerten. „Das ist eine sehr große Herausforderung und zählt zu den schwierigsten ehrenamtlichen Aufgaben. Schließlich hat man es neben den Sprachbarrieren teils mit schwer traumatisierten Menschen zu tun.“ Wichtig sei, dass man auch lerne, mit Enttäuschungen umzugehen und für sich selbst Grenzen zu ziehen, so Asmussen.

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Um darauf vorbereitet und für den Umgang mit Menschen aus anderen Kulturkreisen sensibilisiert zu werden, bietet die Caritas am 28. März 2015 eine Schulung für Patinnen und Paten an. Auch in Engelskirchen machen Weitblick-Lotsen schon seit anderthalb Jahren Erfahrungen mit der Flüchtlingsbetreuung. Beachtlich sind dort beispielsweise die Sprachfortschritte, die einige Flüchtlinge bereits durch die ehrenamtlichen Schulungen gemacht haben. Insbesondere für die Betreuung der Flüchtlinge in den Häusern werden aber weiterhin dringend Freiwillige gesucht. Neuestes Projekt ist ein regelmäßiger Kommunikations-Treff zwischen alteingesessenen Bürgerinnen und Bürgern sowie den neuen aus der ganzen Welt.

Ansprechpartner in Engelskirchen ist Hans-Willi Rudloff, unter Telefon 02263 83181, per EMail unter engelskirchen@gemeinsam-in-oberberg.de oder zu den Öffnungszeiten dienstags von 10:00 bis 12:00 Uhr und mittwochs von 16:00 bis 18:00 Uhr.

In Hückeswagen ist Margareta Coenen erreichbar unter Telefon 02192 88400, per E-Mail unter hueckeswagen@gemeinsam-in-oberberg.de oder mittwochs zwischen 10:00 und 12:00 Uhr bzw. jeden ersten und letzten Donnerstag im Monat zwischen 16:00 und 18:00 Uhr. Weitere Informationen rund ums Thema Weitblick gibt es unter www.obk.de/weitblick.

Veröffentlicht von:

ARKM-Zentralredaktion
Die Zentral-Redaktion erreichen per Mail redaktion@oberberg-nachrichten.de

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