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Kommunales Integrationszentrum unterstützt ehrenamtliche Sprachkursleiter

Reger Austausch: Das Kommunale Integrationszentrum Oberberg (KI) fördert Sprachkursleiter, die Asylbewerbern und Flüchtlingen erste Grundkenntnisse in der deutschen Sprache vermitteln

Oberbergischer Kreis – „Guten Tag!“ – diese freundliche Begrüßung klingt zur Zeit vielstimmig durch Schulungsräume, in denen sich Asylbewerber und Flüchtlinge treffen, um gemeinsam Deutsch zu lernen. Ein Diplom-Ingenieur aus Syrien sitzt dabei neben einer jungen Mutter aus Afghanistan, die noch nie eine Schule besucht hat.

Dankbarkeit und Freude am Lernen

Viele Sprachkursleiter im Oberbergischen Kreis arbeiten ehrenamtlich und vermitteln Erwachsenen Grundkenntnisse der deutschen Sprache. Unabhängig von Alter, Herkunft und Bildungsstand lernen Asylbewerber und Flüchtlinge gemeinsam in kleineren Gruppen. „So groß die sozialen und kulturellen Unterschiede auch sein mögen, alle Sprachschülerinnen und – schüler nehmen mit Freude an den angebotenen Deutschkursen teil. Sie sind dankbar, nach ihrer beschwerlichen Flucht hierher, jetzt unsere Sprache zu erlernen“, sagt der Integrationsbeauftragte des Oberbergischen Kreises, Dr. Christian Dickschen.

Herausforderung für die Ehrenämtler

Doch gerade für die ehrenamtlich tätigen Sprachkursleiter ist das Lernen mit Erwachsenen unterschiedlicher Herkunft eine große Herausforderung. Das Kommunale Integrationszentrum (KI) hat daher einen Gesprächskreis eingerichtet, in dem sich die engagierten Lehrkräfte über ihre Arbeit austauschen können, moderiert von den Mitarbeiterinnen des KI, Erika Waedt und Dorothea Wirtz, die selbst mehr als 10 Jahre lang Deutsch als Fremdsprache unterrichtet hat. Die Erfahrungen der ehrenamtlich tätigen Sprachkursleiter sind wegen der dankbaren und wissbegierigen Schülerinnen und Schüler vor allem positiv, sagt Dorothea Wirtz.

Ehrenamtlich tätige Sprachkursleiter tauschen sich im KI unter anderem über Erfahrungen mit Unterrichtsmethoden und Materialien aus (Foto: OBK).
Ehrenamtlich tätige Sprachkursleiter tauschen sich im KI unter anderem über Erfahrungen mit Unterrichtsmethoden und Materialien aus (Foto: OBK).

Erprobtes Unterrichtsmaterial

Im Austauschforum berichten die Kursleiter über ihre Erfahrungen mit unterschiedlichen Lernmethoden und geben dabei gute Beispiele aus der Praxis: so helfen Wortkarten, die an den Gegenständen im Kursraum angebracht werden, die Begriffe leichter zu lernen. Dass Texte gemeinsam gesprochen und gelesen werden sollten und auch Hinweise auf Online-Übungen und Podcasts aus dem Internet nehmen die Sprachkursleiter auf. Auch über positive Erfahrung mit Sportkursen und dem gemeinsamen Musizieren tauschen sich die Lehrenden aus.

Besonderes Interesse: wie kann das Erlernen der lateinischen Buchstaben vermittelt werden? Die Materialbörse des KI gibt einen Überblick über das gängige Lehr- und Lernmaterial, mit einer umfangreichen Sammlung von Büchern, Spielen und Online-Material zur Sprachvermittlung. Aufgund der guten Rückmeldung will das KI regelmäßige Treffen zum Austausch veranstalten und auch professionelle Qualifizierungsangebote zu Deutsch-Vorkursen im Kommunalen Integrationszentrum anbieten.

Informationen und ein Wegweiser zum kostenlosen Download:

Auf der Internetseite des Kommunalen Integrationszentrums Oberbergischer Kreis www.obk.de/ki, erhalten Sie weitere Informationen. Das KI hat zusätzlich Tipps und Material in einem Infoheft zusammengestellt. „Der kleine Wegweiser für Lehrkräfte, die neu zugewanderte Kinder und Jugendliche unterrichten“ steht allen Interessierten ebenfalls auf dieser Seite unter der Rubrik Veröffentlichungen zum kostenlosen Download bereit.

Weitere Auskünfte dazu erhalten Sie im KI bei Erika Waedt, telefonisch unter 02261 88-4205 und per E.Mail [email protected] sowie bei Dorothea Wirtz, telefonisch unter 02261 884204 und per E.Mail [email protected].

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