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Bergneustadt: Von der Scheu zur Freude

Die Johanniter-Besuchshunde waren zu Gast in der Notunterkunft für geflüchtete Menschen in Bergneustadt

Bergneustadt – Bisher hat sie nur selten gelacht. Das kleine Mädchen, das mit seinen Eltern einen mehr als tausend Kilometer langen Fluchtweg hinter sich hat und nun in der Johanniter-Notunterkunft in Bergneustadt lebt, sei meist still und ruhig, berichtet Kerstin Neuhaus, Leiterin der Unterkunft.

Der ehrenamtliche Johanniter Willi Mirth (rechts) zeigt den Kindern der Notunterkunft, was die Hunde Othello (rechts) und Wilma (links) alles können (Quelle: Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.)
Der ehrenamtliche Johanniter Willi Mirth (rechts) zeigt den Kindern der Notunterkunft, was die Hunde Othello (rechts) und Wilma (links) alles können (Quelle: Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.)

Und auch als am Mittwoch, 16. März 2016, die Johanniter-Besuchshunde in der Unterkunft zu Gast waren, hielt sich das Kind erst einmal ängstlich zurück. Doch die Vierbeiner Othello, Wilma und Pauline lockten das Mädchen aus Afghanistan dann doch, und nach und nach wurde sie mutiger: Die Kleine streichelte die Tiere, fütterte sie und sprang schließlich fröhlich strahlend mit ihnen über die Wiese.

Begeistert von den Tieren waren alle Bewohner der Unterkunft für geflüchtete Menschen. Die Erwachsenen und Kinder hatten viel Spaß und Freude am Kontakt zu den Vierbeinern. „Der Hund als Haustier ist den meisten aus ihrem Kulturkreis unbekannt“, erzählt Leiterin Kerstin Neuhaus.

Quelle: Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
Quelle: Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.

Doch in Bergneustadt wurde gleich deutlich: Diese Tiere kann man schnell ins Herz schließen. Die ehrenamtlichen Johanniter Willi Mirth, Jana Zimmermann und Christiane Lenz, die mit ihren Tieren in der Unterkunft zu Gast waren, sind mit ihren Hunden von den Johannitern für den Umgang mit Kindern, Senioren und dementiell erkrankten Menschen ausgebildet worden.

Es gibt insgesamt 20 Besuchshunde-Teams bei den Johannitern im Regionalverband Rhein.-/Oberberg. „Kinder stärken durch den Umgang mit einem Hund ihre sozialen und emotionalen Kompetenzen und werden selbstbewusster“, erklärt Christiane Lenz. Der Kontakt mit den Hunden erhöhe außerdem bei Senioren die allgemeine Lebensfreude und Lebensqualität und aktiviere ihr Reaktions- und Erinnerungsvermögen.

Veröffentlicht von:

Aline Walter
Aline Walter ist Redakteurin und kaufmännische Mitarbeiterin bei ARKM. Als Reporterin versorgt die Studentin des Medienmanagements sowie der Unternehmensführung die Oberberg-Nachrichten täglich mit aktuellen Nachrichten und Berichten aus der Region.

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