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Erfahrungen einer Amerikanerin im Oberbergischen

Die 18jährige Chris aus Vorhee im US-Staat New Jersey war eine Teilnehmerin des Patenschaftsprogramms zwischen dem US-Kongreß und dem Deutschen Bundestag. Hier ein Bericht von ihr über ihre Erfahrungen und Eindrücke während ihres 10-monatigen Aufenthaltes von September bis Juni als Gastschülerin in einer Familie im Oberbergischen.

„Als Kind war Deutschland immer ein Land mit Lederhosen, Tanz, fleißigen Arbeitern und AEG. Dieses Jahr, als Austauschschülerin, habe ich viel mehr gelernt. Mein erster Monat hier war voll mit dem Kulturschock! Verschiedene Stecker und Toiletten, so viel Recycling überall, die Sprache, und ein ganz neues Leben.

Es war so neu und toll für mich, an Kühen vorbei zu gehen, wenn ich zur Schule ging. Und ich war erstaunt zu hören, daß wir unsere Milch direkt vom Bauern kriegen. Aber frischere, bessere Milch habe ich nie getrunken. Ich muß sagen, es war schwer in den ersten Tagen in der neuen Schule neue Freunde kennen zu lernen und Deutsch überall, das war wirklich zuviel.

Zum Glück hatte ich eine Familie, die mir eine große Stütze war. Die Zeit ist so schnell vorbei gegangen. In kurzer Zeit war schon Weihnachten da. Um Neujahr hatte ich ein bißchen Heimweh, aber trotzdem habe ich all die deutsche Traditionen sehr interessant gefunden. Was viel geholfen hat, war beschäftigt gewesen zu sein. Sport war ein Super-Anlaß für alle gemischten Gefühle.

Allmählich habe ich die deutsche Kultur ganz akzeptiert, außer dem Tee. Kaffee und Kuchen am Sonntagnachmittag ist schön, Brot mit Nutella, aber Tee werde ich nie lieben. „Die komische Amerikanerin hat dieses Jahr viel heißes Wasser getrunken.“

Es war auch sehr schön, wenn ich meiner (Gast-)Familie über die USA erzählen konnte, z.B. unsere Thanksgiving-Tradition, 4. July, auch habe ich einige Rezepte von zu Hause mitgebracht.

Und jetzt ist mein Jahr schon fast zu Ende. Solch ein tolles Erlebnis! Meine Gastfamilie und ich, wir alle haben viel voneinander gelernt und ich bin sehr dankbar für die Großzügigkeit und Gastfreundschaft. Jetzt flieg ich bald nach Hause und werde wahrscheinlich wieder einen Kulturschock haben. Ich lasse viele Freunde hier und hoffe, daß wir weiter in Kontakt bleiben. Dieses Austauschprogramm ist wunderbar, weil die Hoffnung, unsere Zukunft mit der Jugend ist. Wir lernen mehr über jeden anderen und ich denke, daß wir zukünftig eine bessere Verständigung zwischen den Nationen haben werden und den Frieden erhalten können.“

So wie Chris kommen auch in diesem Jahr wieder junge Menschen aus den USA und zahlreichen anderen Ländern nach Deutschland, um unser Land, unsere Traditionen und um uns kennen zu lernen. Das Programm wird von dem gemeinnützigen Verein GIVE  e.V. (In der Neckarhelle 127a, 69118 Heidelberg,06221-3893513) seit vielen Jahren erfolgreich durchgeführt. Wenn auch Sie Interesse daran haben, eine Gastschülerin, einen Gastschüler bei sich als „Familienmitglied“ aufzunehmen, dann setzen Sie sich bitte mit dem Büro in Heidelberg oder direkt mit einem der Betreuer für das Bergische Land:

Ulf-C. Roggendorff

Am Wehrenbeul 49 * 51643 Gummersbach * 02261-790209

0171-2341164

eMail:ulf-c@web.de

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