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DBG auf großer Fahrt

Seit einiger Zeit besteht eine Schulpartnerschaft zwischen dem Dietrich Bonhoeffer Gymnasium Wiehl und dem Ikirah Education Centre in Masaka, Uganda. In den Herbstferien war es soweit: eine Abordnung des DBGs reiste nach Uganda, bestehend aus den beiden Initiatoren des Schulpartnerschaftsprojekts, Andrea Stangier und Sandro Strebe, sowie vier Schüler seines Erdkundeleistungskurses der Jahrgangsstufe 13.

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Ziel des Besuches war es, die Kollegen und Schüler der islamischen Partnerschule persönlich kennenzulernen und somit die Partnerschaft zu intensivieren. Weiterhin sollte vor Ort überprüft werden, welche Projekte und welche Unterstützung hilfreich für die von der UNESCO ausgezeichneten Schule sein könnten. Somit starteten die sechs DBGler zusammen mit Roland Schmidt, dem ersten Vorsitzenden der SOS Nothilfe Uganda e.V., über den die Schulpartnerschaft vermittelt wurde, sowie weiteren fünf Morsbachern am 08.10. von Frankfurt nach Entebbe und von dort aus zuerst nach Kampala, der Hauptstadt des ostafrikanischen Staates.
Am 10.10. ging in das südlich gelegene Masaka, in dessen Umkreis sich das Ikirah Education Centre befindet.
An der Schule wurden die Gäste sehr herzlich empfangen und mit einem großen überrascht. Eigens komponierte Lieder und Tänze sowie leckeres afrikanisches Essen begeisterten alle. Die Freude des Schulleiters Hamuza Kabugu, der Lehrer und Schüler, sowie den anwesenden Eltern und Dorfbewohnern war ebenso groß, wie die der deutschen Gäste.Vertreter des Parlaments Ugandas, der Bürgermeister und Ratsmitglieder des Dorfes sowie die zweite Direktorin der UNESCO Uganda, Fr. Rose Agoi, waren anwesend, um die Schulpartnerschaft gebührend zu feiern. Feierlich wurde eine Urkunde des DBGs an die Partnerschule übergeben. Herr Strebe betonte in seiner Rede ebenso wie Herr Kabugu, dass der interkulturelle Austausch und ein freundschaftliches Zusammenwachsen das Fundament der Partnerschaft sein sollen. Höhepunkt der Feier war das Anschneiden einer „Hochzeitstorte“, was die Zusammenarbeit der beiden Schulen symbolisieren sollte. Hier schnitten zwei frisch gebackene Erstklässler, der Schulleiter, Frau Agoi sowie stellvertretend für das DBG die beiden Lehrer die Torte an.
Aufgeschlossene, fröhliche und neugierige Kinder fanden sofort den Weg in die Herzen der Besucher.

Bei der Besichtigung der Schule an diesem, aber auch am folgenden Tag, an dem  Frau Stangier, Herr Strebe und die die vier Schüler die neu gewonnenen Freunde erneut besuchten, fiel besonders die Kreativität des Schulleiters auf. Trotz erheblicher Armut der Schule hat er durch die von der Schule eigens bewirtschafteten Gärten und besonders durch das von der UNESCO ausgezeichnete Seifenprojekt, bei dem die Schüler Seife herstellen und verkaufen, es geschafft, dass alle 519 Schüler in der Schule ihr Essen bekommen, selbst wenn sie dafür eigentlich nicht zahlen könnten. Zudem ermöglicht er es Schülern, deren Eltern das Schulgeld nicht zahlen können, die Schule zu besuchen.
Sehr stolz zeigte der Schulleiter den Stoff, der vom Erlös eines Nähprojekts der Referendarin Johanna Angerer am DBG gekauft wurde. So konnten die gelb-grünen Schuluniformen der Ikirah-Schüler selbst genäht werden.
Selbstverständlich waren die Lehrer und Schüler des DBG nicht mit leeren Händen gekommen. Bälle, Atlanten und Trikos, gespendet vom TUS Weiershagen wurden begeistert entgegen genommen. Ein kürzlich durchgeführter Spendenlauf am DBG brachte ausreichend finanzielle Mittel, um jedem Schüler der Partnerschule einen Stift und ein Heft zu kaufen, denn dies besaßen die Kinder dort zuvor nicht. Weiterhin wurden Schulmaterialien, wie z.B. Karten, Bücher, Lineale, Kreide und Sportmittel gekauft.
Die Klasse 6a des Gymnasiums hatte außerdem Briefe in Englisch verfasst, die Brieffreundschaften mit dortigen Schülern initiieren sollten. Mit Zeichnungen und Fotos versehen stießen sie auf große Freude.

Es wurde schnell deutlich, an welchen Stellen die deutsche Schule helfen kann. Ein dringendes Projekt, das ebenfalls durch den Spendenlauf finanziert werden kann, soll in der nächsten Zeit gestartet werden: die Schule benötigt dringend eine Wasserzisterne, um sich selbst mit dem ansonsten sehr teuren Wasser versorgen zu können. Weiterhin fehlt jede Elektrizität an der Schule, so dass im Anschluss ein Solarpanel installiert werden soll.

Klar ist jetzt schon, dass ein freundschaftlicher Austausch sowohl von Schülern als auch von Lehrern sicher ist, von dem beide Schulen profitieren.

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Bevor es zu einem Termin bei der UNESCO Uganda kam, hatten die Schüler und Lehrer noch Gelegenheit auf einer Safari im Nationalpark Murchison Falls und einer Exkursion in den Regenwald, die wunderschöne Natur mit ihrer vielfältigen Flora und Fauna der „Perle Afrikas“ zu erkunden. Alle zeigten sich von Elefanten, Giraffen, Nilpferden und Co sowie von den Baumriesen im Regenwald tief beeindruckt.

Ein zweites Treffen mit der stellvertretenden Direktorin der UNSCO diente einem Ausblick auf weitere Projekte und Zusammenarbeit und sicherte die Unterstützung bei dem außergewöhnlichen Schulbuchprojekt des DBGs, bei dem Schüler mit Unterstützung der Lehrer, Universitäten und externen Partnern ein Schulbuch für die Primary School entwickeln, das in Uganda gedruckt an jeden Schüler des Ikirah Education Centres gehen soll.

Am 19.10. hieß es Abschied von Uganda nehmen und es ging zurück nach Frankfurt. Die vielen gesammelten Eindrücke aus einem Land, das so anders ist und in dem es trotzdem so viele Gemeinsamkeiten gibt, müssen erst noch verarbeitet werden. Für das DBG war es sicher nicht der letzte Besuch!

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