VfL Gummersbach – SG Flensburg-Handewitt 24:32 (11:16)

Gummersbach – Mit Kapitän Christoph Schindler konnte der VfL Gummersbach wieder auf seinen Spielmacher zurückgreifen, der nach einer Schulterverletzung dem VfL für acht Wochen fehlte. Den Gästen hingegen fehlte ihr etatmäßiger Mittelmann. Thomas Mogensen zog sich in der Champions League einen Muskelfaserriss zu.

Kein Durchkommen für Lützelberger / Bilder : Uwe Schlegelmilch

Doch davon ließ sich die SG nicht beeinflussen. Sie erwischte den VfL von Beginn an eiskalt. Keine Gummersbacher Offensiv-Aktion fand in den ersten fünf Minuten den Weg ins Tor. Entweder steht SG-Torhüter Mattias Andersson im Weg oder die Latte verhinderte ein Erfolgserlebnis. Flensburg hingegen von Beginn an in der Offensive gut im Spiel. Selbst in Unterzahl trafen die Gäste. Das Resultat: Der VfL lag nach sieben Minuten mit 0:5 hinten. Erst im Gegenzug erzielte der VfL durch Andreas Schröder sein erstes Tor des Spiels.

Andreas Schröder warf 3 Tore

Aber Gummersbach lief in der Folgezeit dem Rückstand hinterher. Es folgte eine Schocksekunde für den VfL. Michal Kopco sah nach 14 Minuten die rote Karte. In einer Abwehraktion soll er seinen Gegenspieler mit der Schulter so unfair geblockt haben, dass die Schiedsrichter Robert Schulze und Tobias Tönnies den Gummersbacher Kreisläufer direkt mit der roten Karte vom Platz geschickt haben. Die Arena kochte aufgrund dieser umstrittenen Aktion und Flensburg nutzte die Unruhe und erhöhte auf 11:5 nach 18 Minuten.

Das Foul was zur Roten Karte von Michal Kopco führte

Christoph Schindler gab dann ab der 19. Minute sein Comeback für den VfL, aber auch gute Spielzüge fanden heute einfach nicht den Weg ins Tor. Immer wieder scheiterte der eigentlich sichere VfL-Außen Florian von Gruchalla an Mattias Andersson. Die SG hingegen weiter eiskalt, Anders Eggert erzielte das 13:5 nach 22 Minuten in Unterzahl. Michal Kopco im VfL-Abwehrblock fehlte in vielen Stationen, für ihn stand der junge Nemanja Mladenovic auf der Platte. Der VfL kämpfte um jeden Ball und langsam kamen die Hausherren zurück ins Spiel. Vier Tore in Folge durch Christoph Schindler, Nemanja Mladenovic und zweimal Raul Santos und der VfL war plötzlich wieder im Spiel: 11:15 kurz vor der Pause. Doch Flensburg traf in der letzten Sekunde zum 16:11 Halbzeitergebnis.

Raul Santos war mit 11 Treffern der beste Torschütze der Gummersbacher

In den ersten Minuten der zweiten Halbzeit blieb es bei der konstanten Fünf-Tore-Führung für die Gäste, die dem VfL keine Chance ließen, um den Rückstand zu verkürzen. Außer den erfolgreichen Tempogegenstößen von Raul Santos fand der VfL in der Offensive über weite Strecken des Spiels kein Mittel. Flensburg mit größeren Alternativen in den eigenen Reihen kontrollierte weiter das Spiel, gerade auch durch den starken Rückraum. Näher als bis auf vier Tore kam der VfL in dieser Phase nicht.

3314 Zuschauer in der SCHWALBE Arena sahen in der Schlussphase kein verändertes Bild, Gummersbach kämpfte gegen den Favoriten, doch dieser behielt bis zum Ende die sichere Führung und gewinnt in Gummersbach mit 32:24.

Florian von Gruchalla bei seinem einzigen Tor

Emir Kurtgic (Trainer VfL Gummersbach): Die Flensburger haben heute ein hervorragendes Spiel gemacht. Sie haben sehr, sehr konzentriert gespielt und super in der Abwehr gestanden, vor allem zu Beginn des Spiels. Da haben wir von Anfang unsere großen Schwierigkeiten gehabt das Spiel offen zu halten. Und dann ist das eingetreten, was wir eigentlich vermeiden wollten. Wir wollten eigentlich das Spiel offen halten. Und dann war es natürlich schwer, ständig vier, fünf Tore im Rückstand, nur mit einer guten Phase Ende der ersten Halbzeit. In der zweiten Halbzeit, wo wir die Gelegenheit haben näher zu kommen machen wir einfache Fehler und Flensburg

nutzt das eiskalt aus. Die Art und Weise, wie sie gespielt haben, war einfach einer Spitzenmannschaft würdig.

Tore VfL Gummersbach: Santos (11/2), Putics (3), Schröder (3), Lützelberger (2), von Gruchalla (1), Fredrik Larsson

(1), Joakim Larsson (1), Schindler (1), Mladenovic (1)

Tore SG Flensburg-Handewitt: Eggert (7/1), Glandorf (7), Nenadic (5), Weinhold (4), Knudsen (4), Radivojevic (3),

Gottfridsson (2)

Strafen: 4/8 Strafminuten, Rote Karte gegen Michal Kopco (13:51 Spielminute)

Zuschauerzahlen : 3314 Zuschauer

Schiedsrichter: Robert Schulze und Tobias Tönnies

Text: Marc-André Schröter VfL Gummersbach Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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