Marc Kostewitz (links), Roland Krebs (Mitte) und Karl-Michael Dommes (rechts) freuen sich auf die neuartige Vereinsunterstützung.

Lüdenscheid / Marienheide. Die Volksbank im Märkischen Kreis eröffnete gestern Vormittag im Rahmen einer Pressekonferenz in Lüdenscheid ihre neue Spendenplattform, von der nun auch gemeinnützige Projekte im Oberbergischen Kreis profitieren können.

Volksbank Vereinsmitglieder in der Gemeinde Marienheide können mitmachen

Unter dem Motto „Viele schaffen mehr“ steht die neue Online-Spendenplattform – auch Neudeutsch „Crowdfunding“ genannt – oder besser verständlich als „Schwarmfinanzierung“ tituliert.

„Nen Fünfer geht immer“ – auch kleine Beträge können Wirkung zeigen

Viele Vereinsmitglieder kennen die Situation. Das Vereinsheim ist in die Jahre gekommen und müsste dringend renoviert werden, aber die Vereinskasse ist leer. Die Städte und Kommunen sind sehr oft finanziell nicht mehr in der Lage, dem Verein zu helfen. Ein Gespräch mit der Hausbank zeigt, dass eine Finanzierung aufgrund von Kreditvergaberichtlinien leider nicht möglich ist. Also bleibt nur übrig, die eigenen Vereinsmitglieder und ihre Freunde und Familienmitglieder um eine kleine Spende zu bitten. Hört sich einfach an, ist es aber nicht. Der Teufel steckt wieder mal im Detail.

Die Volksbank im Märkischen Kreis geht nun mit ihrer in den Reihen des Volksbankenverbundes realisierten Crowdfunding-Plattform neue Wege innerhalb ihres Geschäftsgebietes, wozu auch die Gemeinde Marienheide gehört. Auf der Pressekonferenz stellten am Donnerstag Karl-Michael Dommes und Roland Krebs, Vorstände der Volksbank im Märkischen Kreis, sowie Abteilungsdirektor Marketing, Marc Kostewitz, die Einfachheit der Online-Plattform vor.

Im Kern präsentierten die Volksbankvertreter schon zwei Crowdfunding-Projekte, die bereits von Anfang an die neue Plattform ausprobieren. Das Marionetten-Theater „Mummenschanz“ aus Altena bittet um Spenden für einen neuen Anhänger, um die Requisiten in Zukunft zu transportieren und die Waldorfschule Neuenrade sammelt nun virtuell für ein Theater-Projekt neues Bühnenzubehör.

Die Volksbank im Märkischen Kreis hat zum Start der Crowdfunding-Plattform einen Fördertopf von satten 15.000 Euro aufgesetzt. Je Spender und je Projekt werden die Spenden ab fünf Euro um 10 Euro aufgewertet. Also wird aus einer fünf Euro-Spende dann ganze fünfzehn Euro, oder auch einer 100 Euro Spende eine 110 Euro Spende. Der Fördertopf reicht demzufolge für die Aufwertung von 1500 Einzelspenden.

Wie funktioniert das Einsammeln von Spenden im Detail?

Gemeinnützige Vereine stellen ihr Finanzierungsprojekt der „Crowd“ vor. Hierbei können die Vereine auf sämtliche technischen Möglichkeiten der Online-Welt zurückgreifen: Textbeschreibung, Fotos und Videofilm. Die Volksbank prüft dann die Gemeinnützigkeit des Projekteinreichers und ob der Antragsteller Volljährig ist.

Nach der Freischaltung hat das Crowdfunding-Projekt dann ganze 90 Tage Zeit, um Fans auf der Plattform zu sammeln. Nach einer vorher definierten Mindest-Fan-Anzahl (richtet sich an der Finanzierungshöhe) startet dann die Finanzierungsphase. Ab diesem Zeitpunkt sind dann die Fans aufgerufen konkret zu Spenden, bis das die festgelegte Finanzierungssumme erreicht ist. Spenden kann jeder – auch Nichtkunden der Volksbank. Die neue Volksbank-Crowdfunding Plattform akzeptiert alle Zahlungsmittel, die die Volksbank seinen Kunden auch sonst zur Verfügung stellt. Von der einfachen Überweisung über Kreditkarte, bis zur Lastschriftmöglichkeit.

Sollte am Ende der Finanzierungsphase nicht das gesteckte Spendenziel erreicht werden, dann erhalten alle Spender ihr Geld zurück, weil es sich ja um eine Zweckbindung handelt.

Alle weiteren Fragen beantwortet das Crowdfunding-Team bei der Volksbank:
Marc Kostewitz (Tel. 02351-1771-735), Sandra Kron (Tel. 02351-1771-754) und Annabell Steiner (Tel. 02351-1771-753).

Auf der Plattform unter https://vbimmk.viele-schaffen-mehr.de finden interessierte Vereine noch weitere Hilfen. Ein Erklärvideo der Volksbank erläutert nochmals im Detail, wie das neue Crowdfunding funktioniert.

Text + Foto: Sven Oliver Rüsche (SOR.DE)

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Veröffentlicht von:

Sven Oliver Rüsche

Sven Oliver Rüsche ist parteilos, Herausgeber der Oberberg-Nachrichten und schreibt über Vereine, Menschen, Tourismus und die Wirtschaft. Er ist als Journalist Mitglied im DPV Deutscher Presse Verband – Verband für Journalisten e.V. / Mitgliedsnummer: DE-537932-001 / Int. Press-Card: 613159-537932-002.


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