(akz-o) Typ 2 Diabetes ist eine sehr komplexe Stoffwechselstörung. Das Risiko, an ihr zu erkranken, wird von vielen verschiedenen Faktoren mit bestimmt. Einige von ihnen, zum Beispiel eine genetische Vorbelastung oder das Alter, können wir nicht steuern. Unseren Lebensstil hingegen haben wir selbst in der Hand, und damit ein Stück weit auch unsere Gesundheit. Denn neben regelmäßiger Bewegung hilft insbesondere eine ausgewogene Ernährung, das Risiko für Typ 2 Diabetes zu senken – und den Verlauf einer bereits vorhandenen Erkrankung positiv zu beeinflussen.
„Menschen mit Diabetes müssen aktiv dafür sorgen, dass ihr Blutzuckerspiegel auf einem gesunden Level bleibt“, sagt Ernährungsexpertin und Diabetesberaterin Barbara Müller aus Oberursel. Kohlenhydratreiche Lebensmittel wie Brot, Nudeln und Gebäck lassen die Werte unterschiedlich stark ansteigen. Bei Produkten aus Weißmehl oder bei Süßigkeiten schnellen sie rasant in die Höhe. Vollkornprodukte sind die bessere Wahl: „Ihre Ballaststoffe verzögern die Aufnahme der Kohlenhydrate ins Blut. Der Blutzuckerspiegel steigt so nur langsam an.“

Gutes Obst, schlechtes Obst

Foto: Novo Nordisk/spp-o

Obst und Gemüse liefern Vitamine und sollten mehrmals täglich auf dem Speiseplan stehen. Doch was viele nicht wissen: In vielen Obstsorten stecken große Mengen Fruchtzucker, der sich direkt auf den Blutzuckerspiegel auswirkt. „Zu ihnen zählen zum Beispiel Bananen, Ananas oder Weintrauben“, sagt Müller. Menschen mit Diabetes greifen besser zu Sorten mit einem hohen Anteil an Wasser und Ballaststoffen – etwa Äpfeln, Orangen oder Beeren. Allerdings: Als Abendsnack ist auch dieses Obst nicht zu empfehlen. „Der Fruchtzucker sorgt dafür, dass die Werte nachts zu stark ansteigen.“ Bei Gemüse hingegen dürfen die Portionen größer ausfallen, denn die meisten Sorten enthalten nur wenige Kohlenhydrate. „Salat, Paprika, Champignons oder Kohl eignen sich ideal als Sattmacher.“

Das Hungergefühl dämpfen

In Kombination mit Bewegung kann ein ausgewogener Speiseplan dazu beitragen, den Blutzuckerspiegel stabil zu halten. Sollte ein gesunder Lebensstil allein nicht ausreichen, können moderne Therapieoptionen helfen. Reichen Tabletten nicht mehr aus, besteht die Möglichkeit der Kombination mit GLP-1 Rezeptor-Agonisten. Darmhormone wie z. B. GLP-1 (Glucagon-like Peptide-1) fördern die Insulinfreisetzung aus der Bauchspeicheldrüse abhängig vom Blutzuckerspiegel. Dies wird als Inkretineffekt bezeichnet. Beim Typ 2 Diabetes ist der Effekt eingeschränkt, lässt sich jedoch durch die Gabe von GLP-1 Rezeptor-Agonisten verbessern. Sie senken nicht nur den Blutzucker, sondern können auch die Magenentleerung verlangsamen und das Hungergefühl dämpfen.

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