Wiehl – Im vergangenen Jahr erfolgte diesbezüglich eine Ausschreibung, die als Ergebnis die wirtschaftlichste Lösung hatte, den Wald vollständig zu ernten und anschließend neu anzupflanzen. Die Auftragsvergabe wurde von Herrn Bürgermeister Stücker allerdings zunächst gestoppt. Er wies darauf hin, dass dieses Wäldchen alleine aus städtebaulicher Sicht eine besondere Bedeutung habe und es dem innerstädtischen Klima sowie als Naherholungs- und Spazierfläche dient. In der Folge wurde der Auftrag nicht vergeben sondern seitens der Stadt Wiehl beschlossen, zunächst die Bevölkerung über die Planung zu informieren.

Aufgrund der Rückmeldungen zu dieser Information war nach wenigen Tagen klar, dass Aspekte des Naturschutzes der wirtschaftlichsten Lösung vorzuziehen sind, so dass der Landesbetrieb Wald und Holz mit einer Begutachtung aller Bäume beauftragt wurde. Das erfreuliche Ergebnis dieser Begutachtung liegt nun vor. Demnach müssen nur 23 Bäume, von denen bereits 17 abgestorben sind, gefällt werden.

„Wäre „Idel’s Wäldchen ein Wald weitab von Bebauung und Verkehr, würde man einen Teil der abgestorbenen Bäume als Nistplätze für Vögel und als Lebensraum für Käfer und Pilze im Wald belassen“, so Harald Keller vom Landesbetrieb Wald und Holz. „Hier aber muss die Sicherheit für die Wiehler Bürgerinnen und Bürger oberste Priorität haben“, so Keller weiter.

Um dennoch eine hohe Vielfalt des Biotopes „Idel’s Wäldchen zu erhalten, sollen in Absprache mit dem NABU und dem Landesbetrieb möglichst viele Baumstämme nach der Fällung im Wald belassen werden. Liegendes Totholz ist auch ein wichtiger ökologischer Bestandteil des Waldes. Aber, so betont der Landesbetrieb , ist dies mit einer aufwendigen und kostenintensiven Sicherung der liegenden Baumstämme verbunden, damit diese nicht abrutschen und zu einer Gefahr für Menschen oder die angrenzenden Häuser im Tal werden.

Des Weiteren reicht es bei 24 weiteren Bäumen aus tote Äste durch einen Gefahrkletterer herausschneiden zu lassen, diese müssen also nicht gefällt werden. Hieraus ergibt sich aber für die nächsten 30-40 Jahre ein erhöhter Kontroll- und Pflegeaufwand für die Stadt Wiehl, da alle Bäume mindestens nach jeweils 18 Monaten wieder kontrolliert und ggfls. beschnitten werden müssen. „Diese Empfehlungen des Landesbetriebes begrüße ich sehr“, freute sich Bürgermeister Ulrich Stücker und fügte hinzu, „Dieser Mehraufwand muss es uns Wert sein, um das Wäldchen für die Wiehlerinnen und Wiehler langfristig zu erhalten!“

Der Landesbetrieb wurde nun mit einer erneuten Ausschreibung dieser Maßnahmen beauftragt und wird dies in enger Abstimmung mit dem Nabu und der Stadt Wiehl nun kurzfristig tun.

Quelle: Stadt Wiehl

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