Vier Ehrenamtliche der Malteser in Wiehl haben ihre Ausbildung zu Trauerbegleitern abgeschlossen

„Ich habe mich Fragen gewidmet, die ich in der Tretmühle des Alltags aus den Augen verloren hatte“, erzählt Wolfgang Werner von seiner Ausbildung zum Trauerbegleiter. Der Ingenieur aus Gummersbach hat am Samstag, 23. September 2017, den Grundkurs „Trauernde Erwachsene begleiten“ der Malteser-Akademie in Schloss Ehreshoven in Engelskirchen abgeschlossen. Insgesamt waren 16 Teilnehmende aus ganz Deutschland dabei, darunter vier aus Oberberg. Neben Wolfgang Werner waren das Evelin Bottenberg aus Derschlag sowie Ann Cathrin Lück und Michael Adomaitis aus Wiehl.

Die neuen Trauerbegleiter des Trauerzentrums Oberberg der Malteser in Wiehl haben bei ihrer insgesamt 80-stündigen Ausbildung intensiv über Verluste nachgedacht und darüber, wie man mit ihnen weiterleben kann. Sie haben sich unter Anleitung der Dozentinnen Conny Kehrbaum, Leiterin des Hospizdienstes und des Trauerzentrums der Malteser in Wiehl, und Sozialpädagogin Adelheid Schönhofer-Iyassu aus Aachen mit Gesprächsführung, Biografiearbeit, Trauerphasen und Methoden der Begleitung beschäftigt.

Sie sind neue Trauerbegleiter: Michael Adomaitis und Wolfgang Werner (hinten v.li.) sowie Ann Cathrin Lück und Evelin Bottenberg mit Malteser-Koordinatorin Conny Kehrbaum und Dozentin Adelheid Schönhofer-Iyassu (vorne v.li.)

Nachdem er sich in seinem Berufsleben meist mit Technik beschäftigt habe, wolle er nun ehrenamtlich im sozialen Bereich tätig sein, erzählt Wolfgang Werner. Beim Lehrgang habe er dann bei sich Fähigkeiten entdeckt, die ihm Mut machten, auf trauernde Menschen einzugehen. Die Arbeit von Trauerbegleiterin habe sie beruflich wie privat bereits als sehr wertvoll erlebt, beschreibt Ann-Cathrin Lück ihre Motivation für den Lehrgang. „Aus der Ausbildung nehme ich vor allem eine gewisse Haltung gegenüber den Mitmenschen mit“, sagt sie. „Denn zur Begleitung gehören Empathie, Respekt und Wertschätzung und das Zurücknehmen der eigenen Person.“

Um dies zu leisten, seien die Selbstpflege, das Achten auf sich selbst, sowie das Ziehen von Grenzen unabdingbar und daher auch Inhalt des Lehrgangs, erklärt Dozentin Schönhofer-Iyassu.

Die Ausbildung der vier oberbergischen Trauerbegleiter hat der Förderverein „Freunde und Förderer der Hospiz- und Trauerarbeit in Wiehl“ mitfinanziert.

Quelle: Johannes-Hospiz Oberberg Stiftung

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Oberberg-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über regionale Themen und besondere "Landmomente". Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist telefonisch unter 02261-9989-885, oder über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@oberberg-nachrichten.de

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