In Zusammenarbeit mit der OGS Nümbrecht

Oberbergischer Kreis. In Zusammenarbeit mit der Offene Ganzstagsschule (OGS) Nümbrecht bot das Kommunale Integrationszentrum (KI) Oberbergischer Kreis eine dreitägige Ferienaktion unter dem Motto „Sprache verbindet“ an. Im Mittelpunkt stand die Sensibilisierung der Kinder für die vielfältigen sprachlichen Aspekte, die ihnen im Alltag begegnen.

„Die Kinder sollten sich den eigenen, ganz persönlichen Spracherfahrungen bewusst werden. Sie haben sich über Sprache ausgetauscht und die vorhandene Sprachenvielfalt als etwas Positives entdeckt“, freut sich Erika Waedt, die die Aktion auf Seiten des KI koordiniert hat. Der Spaß-Faktor kam bei der Ferienaktion nicht zu kurz. Die Kinder entdeckten die Sprache spielerisch bei kreativen Angeboten.

Die zehnköpfige Gruppe bastelte gemeinsam, zählte verschiedene Begrüßungsmöglichkeiten auf und verglich sie miteinander. Die Jungen und Mädchen erlernten einen Kindertanz aus Schleswig-Holstein. „Zuvor haben wir das zugehörige Lied aus dem Plattdeutschen ins Hochdeutsche übersetzt“, berichtet Erika Waedt über einen weiteren Baustein, der dazu diente, den Kindern die Thematik vertraut zu machen.

Die Schülerinnen und Schüler der ersten bis vierten Klasse fertigten individuelle Sprachenporträts an. Mit verschiedenen Farben zeichneten sie die eigenen Sprachen in die Silhouette einer Figur auf Papier ein. „Mein Herz ist rumänisch, weil ich in Rumänien geboren bin. Meine Füße sind deutsch, weil ich in Deutschland lebe. Meine Ohren sind ein bisschen türkisch, weil ich viel Türkisch höre – von meiner besten Freundin,“ erklärte eine Teilnehmerin ihre Zeichnung. „Mein Herz ist deutsch, weil mein Papa aus Deutschland kommt. Mein Kopf ist französisch, weil meine Mama aus Frankreich kommt,“ berichtete ein weiteres Kind.

Diese Äußerungen belegen, dass bei den Kindern das Bewusstsein für andere Sprachen und Dialekte mit der Ferienaktion geweckt wurde. Auch künftig wollen das KI, die OGS und der Internationale Bund als deren Träger zusammenarbeiten. Die Kooperationspartner möchten die sprachliche Kompetenz der Kinder im Sinne der durchgängigen Sprachbildung fördern. „Der Ganztag bietet viele Anlässe für unterrichtsergänzende und außerschulische Sprachförderung. Wir möchten im Rahmen eines regelmäßigen Austausches die verschiedenen Möglichkeiten einer praktischen Umsetzung ausarbeiten, ausprobieren und anschließend reflektieren“, erklärt Erika Waedt vom KI.

Quelle: obk

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Oberberg-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über regionale Themen und besondere "Landmomente". Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@oberberg-nachrichten.de

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