Gummersbach Zum Auftakt in die Rückrunde der Handball-Bundesliga hat der VfL Gummersbach am Donnerstagabend gegen die MT Melsungen keine Punkte in der heimischen SCHWALBE arena halten können. Gegen die Nordhessen verloren die Gummersbacher mit 23:28 (12:14). Dabei sahen die 3.024 Zuschauer am 18. Spieltag der Handball-Bundesliga eine über weite Strecken spannende und attraktive Partie zweier kämpferisch gut eingestellter Mannschaften. Über drei Viertel des Spiels konnte der VfL dem Favoriten aus Melsungen Paroli bieten, ehe ein doppeltes Unterzahlspiel und der Spielverweis von Marvin Sommer die Gegenwehr des VfL ausbremsten.

Der VfL begann zielstrebig und mit gutem Zug zum Tor. Ivan Martinovic, dem das gesteigerte Selbstvertrauen nach dem ersten Auswärtssieg der Saison spürbar anzusehen war, besorgte den Hausherren die 1:0-Führung in der zweiten Spielminute. Auch Torhüter Matthias Puhle zeigte sich in Frühform und parierte die ersten beiden Angriffe der Melsunger, ehe er zum ersten Mal hinter sich greifen musste (1:1, 4. Minute). Das 2:1 durch Pouya Norouzi in der vierten Minute sollte jedoch die letzte Führung der Gummersbacher sein. Nach den Anfangsminuten fanden die Gäste besser in die Begegnung und rissen das Spielgeschehen an sich. Dem VfL passierte in der Folge der ein oder andere Ballverlust im Angriff zu viel, so dass die MT sich einen Vier-Tore-Vorsprung herausspielen konnte (4:8, 14. Minute).

Nun waren es jedoch die Melsunger, die sich Fehler erlaubten und der VfL wiederum die Mannschaft, die diese durch körperlichen Einsatz und Power im Angriff auszunutzen wusste. Zwei Treffer in Folge brachten den VfL wieder zurück ins Rennen (6:8, 16. Minute). Auch auf einen erneuten Rückschlag mit zwei Gegentreffern hintereinander reagierten die Gummersbacher kämpferisch und blieben in Reichweite. Nach dem 8:10 durch Norouzi in der 22. Minute hielt auch Moritz Preuß durch seinen Treffer zum 9:11 den Anschluss an Melsungen. Die Oberbergischen packten auch in der Abwehr deutlich robuster zu und machten es den Gästen zunehmend schwerer. Zudem sorgte der eingewechselte Carsten Lichtlein im Tor dafür, dass die Defensive an Stabilität gewann. Mit einem knappen 12:14 durch Preuß ging es dank einer Doppelparade von Lichtlein in den Schlusssekunden des ersten Durchgangs für die Mannschaften in die Halbzeitpause.

Auch nach dem Seitenwechsel kippte das Spiel weiter zugunsten der Heimmannschaft. Während der VfL aufs Tempo drückte, fiel den Gästen die Antwort auf das neue Selbstbewusstsein der Gummersbacher schwer. Folgerichtig sorgten Norouzi und Martinovic in der 33. Spielminute für den 14:14-Ausgleich zugunsten des VfL. Bis zum 16:16 in der 36. Minute durch Martinovic blieben die Teams auf Augenhöhe, ehe die MT ihrerseits wieder besser in die Spur fand. Den in der Abwehr aufmerksamen Gummersbachern fehlte in dieser Phase die nötige Effektivität im Abschluss. So gelang es den Gästen das eigene Spiel besser zu ordnen und sich eine leichte Führung herauszuspielen.
Beim Stand von 16:19 kam es für die Gummersbacher in der 44. Minute dann knüppeldick, als zunächst Stanislav Zhukov eine Zwei-Minuten-Zeitstrafe erhielt und nur wenige Sekunden später Sommer nach Foul an Roman Sidorowicz die rote Karte sah. Den anschließenden Siebenmeter nutzten die Melsunger ebenso eiskalt aus wie die Restzeit der doppelten Unterzahl. In der 46. Minute sorgte der Sechs-Tore-Vorsprung für die Vorentscheidung zugunsten der Auswärtsmannschaft (16:22). Der VfL fand insbesondere im Angriff nicht mehr den Faden und lief dem Rückstand trotz sichtbarer Bemühungen hinterher. Mit seinem zehnten Treffer im Spiel führte Martinovic seine Mannschaft nach einem sehenswerten Gegenangriff auf vier Tore heran (22:26, 59. Minute). Schlussendlich musste sich der VfL jedoch mit einem 23:28 geschlagen geben.

Im letzten Heimspiel des Kalenderjahres hat der VfL damit sein Punktekonto kurz vor Heiligabend nicht auffüllen können, auch wenn sie die Partie über einen langen Zeitraum spannend gestalteten. Ein entscheidender Knackpunkt war mit Sicherheit die 44. Minute, als der VfL in doppelter Unterzahl nicht nur Sommer sondern auch den Faden verlor und nicht mehr endscheidend in die Partie zurückfand. Für das letzte ausstehende Spiel in 2018 am 26. Dezember sollte die Mannschaft von Denis Bahtijarevic die kämpferische Mentalität mit nach Stuttgart nehmen und dort die Chance nutzen um noch einmal zu punkten.

Quelle: VfL Handball Gummersbach GmbH

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Annalena Rüsche
Annalena Rüsche
Annalena Rüsche befindet sich aktuell in der Vorbereitung zum Studium. Sie absolviert in unserer Redaktion ihr Jahrespraktikum. Im Anschluss will Sie "Medienmanagement" studieren. In unserer Redaktion ist sie aktuell für den Newsdesk zuständig und hält Ausblick nach aktuellen und für unsere Leser wertvollen Informationen. Sie ist unter redaktion@oberberg-nachrichten.de direkt erreichbar.

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