Gummersbach Im neunten Anlauf hat der VfL Gummersbach am Donnerstagabend die ersten Auswärtspunkte der Saison eingefahren. In einem ganz wichtigen Spiel gegen Die Eulen Ludwigshafen gewann der VfL am 17. Spieltag der Handball-Bundesliga mit 27:26 (14:12). 2.350 Zuschauer in der Friedrich-Ebert-Halle in Ludwigshafen sahen ein kampfbetontes und gutes Handballspiel, in dem die Gäste aus Gummersbach schlussendlich in den entscheidenden Situationen die coolere Mannschaft waren. In einer Partie, die sich am Ende zur Nervenschlacht entwickelte, zeigte der VfL den nötigen Siegeswillen und zog sein Spiel bis zur letzten Minute durch.

Von Beginn an standen sich zwei Mannschaften gegenüber, die sich der Wichtigkeit des Spiels bewusst waren und das auch auf dem Spielfeld demonstrierten. Insbesondere in der Defensive zeigten sich beide Teams robust und packten körperbewusst zu. Im Angriff fand der VfL gleich die besseren Mittel und sicherte sich in der sechsten Minute mit dem 2:1 durch Marvin Sommer die erste Führung. Die Gummersbacher spielten ihre Angriffe konsequent aus und zeigten sich früh treffsicher. Bis zur zehnten Minute erhöhten Stanislav Zhukov und Ivan Martinovic auf 4:1. Fortan kamen Die Eulen zwar besser in die Partie, der VfL blieb jedoch ruhig im Spielaufbau und verteidigte seine Führung und die Spielkontrolle. Zwei Treffer von Martinovic in Folge sorgten in der 18. Minute für das 8:5 für die Gäste.

Dem VfL kam in dieser Phase zugute, dass sie ihre Angriffe geduldig ausspielten und auf ihre Chancen warteten. In der 21. Minute zog der VfL erstmalig mit vier Toren davon, als Zhukov den Ball aus zehn Metern ins Tor der Ludwigshafener wuchtete (10:6). Die Blau-Weißen präsentierten sich selbstbewusst und nutzten ihre Chancen in der Offensive eiskalt aus und erhöhten erneut durch Zhukov sogar auf fünf Treffer Vorsprung (12:7, 25. Minute). In den Schlussminuten der ersten Halbzeit wurde es allerdings etwas fahriger. Durch drei Zeitstrafen unmittelbar hintereinander in Minute 25 und 26 brachte sich der VfL zunächst selbst in Bedrängnis. Trotz doppelter Unterzahl gelang Florian Baumgärtner nach einem starken Spielzug dennoch das Tor zum 13:9. (27. Minute). Die Oberbergischen vermissten es jedoch aufgrund kleiner Fehler die deutlichere Führung mit in die Halbzeitpause zu nehmen. Mit 14:12 ging es für die Teams in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel fand Ludwigshafen zunächst besser ins Spiel und mischte die Gummersbacher Abwehr auf. In der 34. Minute schafften Die Eulen den Anschluss (15:16) und ließen sich daraufhin zunächst nicht mehr abschütteln. Eine wichtige Parade zeigte daher Matthias Puhle in der 35. Minute, als er einen freien Wurf von Azat Valiullin hielt und somit den Ausgleich verhinderte. Beim Spielstand von 17:16 musste der VfL schließlich einen personellen Rückschlag hinnehmen, als Zhukov in Minute 40 nach drei Zeitstrafen mit der roten Karte bedacht wurde und im Angriff durch Eirik Köpp ersetzt wurde. Die Gummersbacher behielten dennoch die Nerven und sorgten mit dem 19:17 durch Pouya Norouzi (42. Minute) und dem 20:17 durch Köpp (44. Minute) für ein erstes Durchatmen.

Auch wenn Die Eulen auch im Angriff bissiger wurden, stemmte sich der VfL mit einer kompakten Abwehr und diszipliniertem Angriff dagegen. In der 46. Minute sorgte Marvin Sommer für das 22:19 für die Gäste. Doch die Ludwigshafener gaben sich nicht auf und kamen in den Schlussminuten noch einmal gefährlich nah an die Gummersbacher heran. In der von den eigenen Fans auch Eberthölle genannten Eberthalle in Ludwigshafen bebte die Stimmung, als es in der 53. Minute beim Stand von 23:22 für den VfL noch einmal eng wurde. Wieder war es Puhle, der nach vorherigem Fehlwurf von Köpp gegen Die Eulen parierte und einen Gleichstand verhinderte. Den ersten Ausgleich seit der vierten Minute musste der VfL dann in der 56. Minute doch hinnehmen, als Valiullin für Ludwigshafen zum 24:24 traf.

Trotz spürbarem Nervenflattern auf beiden Seiten erzielte Tobias Schröter in der 57. Minute die erneute Führung zum 25:24. Im Gegenzug holte der VfL-Außen in der Abwehr einen Ball aus der Luft. Den anschließenden VfL-Angriff versenkte Norouzi zum 26:24 im Tor (58. Minute). Als in der 60. Minute der Anschluss fiel (25:26), hieß es noch einmal eine Minute lang zittern. Im letzten Gummersbacher Angriff sorgte Schröter mit seinem Treffer von außen zum 27:25 für die Erlösung. Auch das Anschlusstor der Eulen konnte den VfL-Sieg nicht mehr gefährden (26:27, 60. Minute).

Die Gummersbacher zeigten am Donnerstagabend zwar keine überragende Partie, aber über die gesamte Spielzeit eine gute Teamleistung. Der VfL leistete sich keine längeren Schwächephasen und bewies in entscheidenden Momenten Nervenstärke. Im Kampf um den Klassenerhalt haben die Oberbergischen durch die zwei Punkte im direkten Duell einen guten Schritt nach vorne gemacht und auch für die kommenden Aufgaben Energie und Selbstvertrauen gewonnen.

Quelle: VfL Handball Gummersbach GmbH

Veröffentlicht von:

Annalena Rüsche
Annalena Rüsche
Annalena Rüsche befindet sich aktuell in der Vorbereitung zum Studium. Sie absolviert in unserer Redaktion ihr Jahrespraktikum. Im Anschluss will Sie "Medienmanagement" studieren. In unserer Redaktion ist sie aktuell für den Newsdesk zuständig und hält Ausblick nach aktuellen und für unsere Leser wertvollen Informationen. Sie ist unter redaktion@oberberg-nachrichten.de direkt erreichbar.

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