Bremen – Im Zentrum der Studie steht die Altersentwicklung der Familienunternehmer in Deutschland. Dabei wurden insgesamt 564.443 Firmen in den Umsatzklassen von 250.000 Euro bis 5 Millionen Euro und ergänzend Unternehmen mit bis zu 50 Millionen Euro Umsatz erfasst. In die Betrachtung flossen damit die Daten von knapp 500.000 Firmen mit weniger als 5 Mio. Euro Jahres-umsatz und weitere 65.000 Firmen mit mehr als 5 Mio. Euro Jahresumsatz ein.

Quelle: K.E.R.N-Die Nachfolgespezialisten

Darüber hinaus wurde die Anzahl der Geschäftsführer/Gesellschafter in drei Altersklassen analysiert:

  • 50 – 54 Jahre
  • 55 – 64 Jahre
  • über 65 Jahre.

Das wichtigste Ergebnis der Studie ist die dramatische Alterung deutscher Chefs. Denn, die geburtenstärksten Unternehmerjahrgänge dieser Republik müssen langsam an die Rente denken:

  • 42% aller Unternehmenslenker sind bereits heute älter als 55 Jahre.
  • Die Anzahl kleiner und mittelständischer Unternehmen, die in Deutschland eine Nachfolge für Ihren Chef organisieren müssen, steigt bis 2022 um rund 63% auf 311.889. Dies betrifft über 1,5 Millionen Arbeitsplätze in Deutschland.

Ergänzend wurden die Firmendaten auch nach ihren Branchen unterteilt und geben so eine bisher nicht bekannte Detaileinsicht in die Nachfolgefakten der jeweiligen Branche.

„Es ist wichtig zu verstehen, dass im deutschen Mittelstand mehr als 90% der Familienunternehmen weniger als 25 Mitarbeiter beschäftigen und weniger als 5 Millionen Euro Umsatz erwirtschaften“, so Nils Koerber, Gründer von K.E.R.N – Die Nachfolgespezialisten.

K.E.R.N-Partner Ingo Claus ergänzt: „Aufgrund der Demografie ist die Sicherung der Nachfolge aktuell das wichtigste Thema des Mittelstandes. Unternehmer müssen in Zeiten fehlender Fachkräfte Nachfolger für ihre Mitarbeiter, Geschäftsführer und auch sich selbst suchen. Die Analyse zeigt, dass in Deutschland schon in fünf Jahren mehr als 60% aller Inhaber und Führungskräfte 60 Jahre oder älter sein werden.“

Mit dieser Altersentwicklung in Familienunternehmen gehen oft auch ein Investitionsstau und ein gefährlicher Substanzverlust einher, warnen die Experten von K.E.R.N. Je nach persönlichem Gesundheitszustand steht die Mehrheit der deutschen Familienunternehmen innerhalb weniger Jahre vor der Frage, ihre Nachfolge verlässlich und zukunftsorientiert zu regeln.

„Woher sollen denn die nachfolgenden Unternehmer kommen?“, fragt Ingo Claus vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung. „Die geburtenschwachen Jahrgänge erzeugen bereits heute einen dramatischen Fachkräftemangel und ziehen automatisch einen Unternehmermangel nach sich. Die Organisation erfolgreicher Generationswechsel ist damit auch das größte Zukunftsrisiko für deutsche Familienunternehmen.“

Eine professionelle Vorbereitung und ausreichend Zeit für die Suche sind aus Sicht der Nachfolgespezialisten das A und O für einen Erfolg in dieser auch für Millionen Arbeitnehmer existenziellen Frage. „Erfolgreich organisierte Nachfolgeregelungen werden damit letztlich zu einer Zukunftsfrage für die weitere Entwicklung der Wirtschafts- und Innovationskraft der Bundesrepublik“, so Koerber, … weiterlesen »

ON - Oberberg-Nachrichten | Am Puls der Heimat.

Artikel weiterempfehlen
  • gplus
  • pinterest

Veröffentlicht von:

Ihr Kommentar zum Thema