Factoring ist eine relativ neue Finanzierungsform, die durch den Verkauf offener Forderungen an Dritte die Liquidität eines Vorhabens steigert – dabei wird es mittlerweile in vielen Fällen dem herkömmlichen Bankkredit vorgezogen. Im Gegensatz zu einem Kredit bietet das Factoring nämlich einen Anstieg der Eigenkapitalquote, was besonders in Wachstumsphasen dazu beitragen kann, wichtige Investitionen zu tätigen. Auf Webseiten wie factoringvergleichen.de lassen sich dabei verschiedene Anbieter und Preise vergleichen, um das passende Angebot für jede Forderung zu finden.

Foto: awpixel / pixabay.com

Vor allem im Mittelstand genießt diese Finanzierungsmethode aufgrund der schnellen Auszahlung des Rechnungsbetrages einen starken Aufschwung. Dabei sind bereits rund 250 Factoringgesellschaften im deutschen Markt aktiv.

So funktioniert das Factoring

Der Ablauf des Factorings lässt sich grob in 6 Schritte einteilen:

Ein Unternehmen bietet dem Kunden eine Forderung für eine Leistung, wie Dienstleistungen oder Waren.
Der Factor prüft die Bonität des Debitors, da dieser das Ausfallrisiko trägt
Die Forderung des Unternehmens wird an den Factor verkauft
Innerhalb der nächsten 48 Stunden erhält der Kunde 80-90% der gesamten
Bruttoforderung, mit dem das Debitorenmanagement an den Factor übertragen wird. Ab sofort haftet der Factor für den Forderungsausfall und ist verantwortlich für die Bonität und Einbringung der Forderung des Unternehmens.
Bezahlung der Forderung durch den Debitor
Der ausstehende Betrag der Forderungssumme wird dem Unternehmen überwiesen. Die Summe ergibt dabei circa 10-20% der Bruttoforderung.
Die Finanzierungsform ist mittlerweile in etlichen Variationen verfügbar und speziell für den Mittelstand, der mittlerweile 99,7% aller Unternehmen ausmacht, eine Alternative zur Kreditaufnahme. Dabei arbeiten die meisten Factoringgesellschaften mit Mindestanforderungen für bestimmte Factoring-Arten. Auch eine stabile wirtschaftliche Lage und gesunde Rentabilitätsausrichtungen der Kunden spielen dabei eine wichtige Rolle.

Durch einen sofortigen Liquiditätsbonus profitieren Unternehmen von einer verbesserten Wettbewerbsposition und einer gesunden Kundenbeziehung. Auch die Planung weiterer Projekte ist durch die Garantie der Forderung jederzeit gesichert und lässt sich unabhängig ausführen. Vor allem saisonale Schwankungen lassen sich durch Factoring umgehen und bieten selbst in wirtschaftlich schwachen Zeiten eine Sicherung der Liquidität. Den Erfolg dieser Finanzierungsmethode beweisen die derzeit über 20.000 Unternehmen in Deutschland, die das Factoring nutzen. Dabei setzen sich die Kosten dieser Finanzierung durch die Factoringgebühr, dem Zinssatz der Vorfinanzierung und einer Prüfgebühr zusammen – diese Kosten sind alle abhängig von der Unternehmensgröße und Factoring-Art. Viele Gesellschaften bieten Unternehmen dabei eine Beratung, die bei der Wahl der richtigen Finanzierungsmethode helfen soll.

Dieser Artikel Die neue Finanzierungsmethode für Unternehmen im Mittelstand: Factoring stammt vom ARKM-Wirtschaftsmagazin: Mittelstand-Nachrichten.

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