Fulda – Im Online-Handel dürften auch im Dezember 2017 wieder kräftig die Kassen klingeln: Der Handelsverband Deutschland prognostiziert den Internethändlern einen Weihnachtsumsatz in Höhe von 12,2 Milliarden Euro. Das ist eine Steigerung um 10 Prozent im Vergleich zum Jahr 2016.

Im Schnitt etwa 466 Euro will dabei jeder Deutsche dieses Jahr für Geschenke investieren – Geld, auf das es auch Kriminelle abgesehen haben. In der umsatzstärksten Zeit des Jahrs haben nämlich auch Kriminelle Hochkonjunktur und warten nur darauf, unachtsame oder gutgläubige Internet-Nutzer beim Online-Geschenkekauf über den Tisch zu ziehen, warnen die IT-Sicherheitsexperten der PSW GROUP (www.psw-group.de): „Mit täuschend echt aussehenden E-Mails ködern Betrüger Verbraucher mit Tiefstpreisen, locken sie auf falsche Websites und greifen dann Kundendaten ab, um entweder das Bankkonto leerzuräumen oder munter auf den Namen des Opfers zu bestellen. Manchmal nehmen Betrüger in ihren gefälschten Online-Shops aber auch Bestellungen entgegen und warten auf die Zahlungseingänge, ohne jemals zu liefern“, warnt Christian Heutger, Geschäftsführer der PSW GROUP.

Cyberkriminelle gehen zwar geschickt vor um Verbraucher zu täuschen, anhand einiger Merkmale lassen sich Fake-Shops jedoch von seriösen Anbietern unterscheiden:

Verschlüsselung

Kundendaten, insbesondere persönliche Daten wie E-Mail-Adresse, Name, Kreditkarten- oder andere Zahlungsinformationen, sollten nur verschlüsselt im Internet übertragen werden. Ob das der Fall ist, erkennen Verbraucher an einem kleinen, geschlossenen Vorhängeschloss zu Beginn der Adressleiste im Browser sowie am HTTPS. „Ist die Adressleiste sogar grün eingefärbt, wurde der Online-Shop bzw. dessen Inhaber in seiner Identität von einer unabhängigen Zertifizierungsstelle sehr umfassend geprüft. Obendrein erfolgt die Verschlüsselung mit sehr starken Parametern“, erklärt Christian Heutger.

Preise

Ein paar Prozent Rabatte sind gut und schön. Wenn sich aber beim Blick auf die angegebenen Preise ein Gefühl nach dem Motto „zu gut, um wahr zu sein“ einstellt, täuscht dieses Gefühl meist nicht. Von Angeboten, die deutlich unter dem marktüblichen Preis liegen, sollten Verbraucher deshalb besser die Finger lassen. „Bloß nicht spontan kaufen. Die angegebenen Preise sollten immer mit denen in anderen Online-Shops verglichen werden. Preissuchmaschinen helfen dabei, marktübliche Preise für ein Produkt zu finden“, rät Heutger.

Zahlungsmethoden

Seriöse Online-Shops bieten immer mehrere, bekannte Zahlungsmethoden an. Von Shops, die ausschließlich Vorkasse oder Bargeldtransferdienste anbieten, sollten Verbraucher die Finger lassen.

Impressum

Firmenname, Inhabername, die Anschrift und die Kontaktdaten gehören auf eine Website. Fehlt eine dieser Angaben, handelt es sich möglicherweise um einen unseriösen Anbieter. „Für den Fall von Reklamationen oder Rückfragen muss zudem eine einfache Kontaktaufnahme per E-Mail oder Telefon möglich sein. Und auch der Rücktritt vom Kauf, der Widerruf, muss dem Kunden so leicht wie möglich gemacht werden“, … weiterlesen »

ON - Oberberg-Nachrichten | Am Puls der Heimat.

Artikel weiterempfehlen
  • gplus
  • pinterest
Einsortiert unter:

Veröffentlicht von:

Ihr Kommentar zum Thema