BERGNEUSTADT – Am Samstag, den 08.04.2017, stellte der Luftsportclub-Dümpel e.V. seine neue Errungenschaft, den „Arcus M“, vor. Bereits im November 2016 zog das Hochleistungssegelflugzeug in den Hangar auf dem Dümpel ein. 

Der Segelflieger „Arcus M“ im Detail

Der „Arcus M“ ist ein zweisitziges Hochleistungssegelflugzeug dessen Besonderheit es ist, durch einen 68 PS starken und ausklappbaren Zweizylinder 2-Takt-Motor selbstständig und ohne Schlepper, starten zu können. Der Tank umfasst 27 Liter, somit werden auch lange Überlandflüge möglich. Die Besonderheit ein doppelsitziges Segelflugzeug zu sein ermöglicht dem Luftsportclub-Dümpel e.V., seinen Flugnachwuchs nicht nur auf motorisierte Flugzeuge genauestens auszubilden, sondern auch eine gewissenhafte, deutlich verbesserte Ausbildung zum Segelflieger zu garantieren.

Der „Arcus M“ hat eine Flügelspannweite von 20 m und trägt mühelos ein Gewicht von 800 kg einschließlich Wasserballast. Das Leergewicht des Hochleistungssegelfliegers beträgt 530 kg. Der Wasserballast in den Tragflächen trägt zu einer verbesserten Flug-und Gleitfähigkeit des Segelfliegens bei. Der „Arcus M“ wird somit bei guter Thermik schneller. Das hat mit den sogenannten Flugzeugpolaren zu tun. Flugzeugpolare nennt man auch Polardiagramm oder Strömungslehre. Bei einer schwachen Thermik wird Wasser wieder abgelassen und der Segelflieger kann wieder steigen. Steffen Trapp, Fluglehrer auf dem Dümpel, präsentierte voller Stolz den brandneuen „Arcus M“ in allen Einzelheiten. Seine Freude an dem neuen Segelflieger, sah man ihm förmlich an. Steffen Trapp kennt das „Baby“ in – und auswendig.

Der neue „Arcus M“ Foto: Sven Oliver Rüsche

Steffen Trapp präsentiert den „Arcus M“ Foto: Sven Oliver Rüsche

Die Bedeutung des „Arcus M“

Der Name des Hochleistungssegelflieger „Arcus M“ kommt aus dem lateinischen und steht für „Bogen“, das erklärt die bogenförmigen Flügel des Segelfliegers. Durch seine modernste Technik mit Navi und dem Antikollisionsprogramm „FLAM und „ADS-B“, macht das Fliegen gleich doppelt so viel Spaß und vor allem sehr einfach. Praktisch jede Hausfrau könnte den Arcus M fliegen. Trotz aller Technik gilt aber nach wie vor „Safety First“. Der Sichtkontakt und die manuelle Überwachung des Flug- bzw. Luftraumes sind weiterhin oberstes Gebot.

Die Anschaffung

Hilfe bei der Präsentation des neuen Gefährts erhielt Steffen Trapp von Jochen Salewski. Jochen Salewski stand für alle nicht technischen Fragen Rede und Antwort. So auch auf die Frage, wie ein 250.000 Euro teures Hochleistungssegelflugzeug finanziert wurde.

Durch die Fusion des Luftsportvereines Oberberg e.V. und des Segelfliegerclubs Bergneustadt e.V. zum Luftsportclub-Dümpel e.V., wurde der „Arcus M“ durch Mitgliederdarlehen der insgesamt 250 Mitglieder finanziert. Natürlich ist auch der Luftsportclub-Dümpel e.V. auf die ehrenamtliche Arbeit der Mitglieder angewiesen, nur so können Flugplatzfeste und anfallende Arbeiten rund um den Flugplatz, bewältigt werden. Eine Mitgliedschaft im Luftsportclub-Dümpel e.V. kostet rund 500 Euro im Jahr und ist somit auch nicht teurer wie der Tennisclub oder der Golfclub.

Das Inventar und die Ausbildung

Zurzeit, stehen dem Luftsportclub-Dümpel e.V. mit dem neuen „Arcus M“ 11 Segelflugzeuge, 2 Motorsegler und 5 Motorflugzeuge, zur Verfügung. Nachwuchsprobleme gibt es erfreulicherweise keine. Die Ausbildung zum Segelflieger kann bereits ab einem Alter von 16 Jahren begonnen werden. Mit 17 Jahren kann man den Führerschein zum Fliegen eines Motorflugzeugs absolvieren, wobei man bereits mit einem Alter von 14 Jahren mit dem Führerschein beginnen kann. In der Regel dauert eine Flugausbildung rund 2 Jahre und kostet ca. 2000 Euro.

Leider steht dem diesjährigen Flugplatzfest der neue „Arcus M“ nicht zur Verfügung. Steffen Trapp nimmt mit dem „Schätzchen“, am 20.07.2017, an den Deutschen Meisterschaften in Zwickau teil. Die Redaktion wünscht ihm viel Erfolg.

hochmoderne Technik macht das Fliegen des Arcus M einfach und Komplikationslos Foto: Sven Oliver Rüsche

Die „Innenausstattung“ des „Arcus M“ Foto: Sven Oliver Rüsche

Der hochklappbare Motorantrieb macht den „Arcus M“ zur Besonderheit Foto: Sven Oliver Rüsche

Der „Arcus M“ in Action Foto: Alexandra Rüsche

 

 

Oberberg-Nachrichten.TV:

 

Text / Video aus Begleitflugzeug: Alexandra Rüsche
Fotos / Videos im Arcus M: Sven Oliver Rüsche

 

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