Gummersbach, Stadtgarten – Steinmüllergelände  *Sonntag, 14.08.2016 – 20 Uhr*

Gummersbach – In wenigen Wochen ist es soweit und das Sommer-Klassik Open-Air Highlight 2016 kommt nach Gummersbach. Sichern Sie sich noch die letzten freien Karten für dieses unvergessliche Event unter freiem Himmel!

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Diese prachtvolle Oper mit dem dramatischen Spiel um Liebe und Macht begeisterte bisher Hunderttausende von Zuschauern. Der Besucher wird von Beginn an durch die wunderschönen Stimmen, die Handlung, die prächtigen Kostüme und das eindrucksvolle Bühnenbild in den Bann gezogen. Es erwartet den Klassik-Besucher mit Giuseppe Verdis Nabucco eine der größten Opern der Musikgeschichte und zugleich ein wunderbares Open Air-Spektakel.

Quelle: PAULIS Das Veranstaltungsbüro

Man muss NABUCCO mit dem weltberühmten Gefangenenchor wenigstens einmal unter freiem Himmel und in einer grandiosen Inszenierung erlebt haben. Der gewaltige Chor der Gefangenen wird erklingen mit einem Aufgebot an klangstarken und facettenreich singenden Solisten. Open Air-Produktionen bedeuten für jedes Opernensemble eine besondere künstlerische Herausforderung. Hier gilt es Aufführung und Ambiente der Spielstätte zu einem unvergesslichen Opernspektakel zu vereinen. Sänger, Orchester, Regie und Technik müssen sich bei jeder Spielstätte neu auf die atmosphärischen und akustischen Gegebenheiten einstellen. Dies ist der Oper bei ihren bisherigen Sommer Open Air Aufführungen mit bisher über 2 Millionen Zuschauern hervorragend gelungen.

Nabucco bei YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=ZWYDm15AFAA

Damit Sie eine Vorstellung davon erhalten, was Sie Besonderes erwartet, hier ein Interview mit der künstlerischen Leitung Melinda Thompson:

Als künstlerische Leitung bringen Sie die Oper „Nabucco“ nach Deutschland. Können Sie sich unseren Lesern kurz vorstellen?
Melinda Thompson ist ausgebildete Opernsängerin (Bachelor of Music, Masters of Music von Oberlin Conservatory of Music, Oberlin Ohio, U.S.A.) und war jahrelang Hauptdarstellerin in regionalen Operetten- und Musicaltheater in den U.S.A. Seit über 20 Jahren arbeitet und lebt sie in Deutschland. Sie ist auch Leiterin des erfolgreichen Tourneetheaters „Kids for Classic, Kiel“, mit zahlreichen hochgelobten Aufführungen der klassischen Musik (Oper, Ballett, Konzerte) für Kinder in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Als künstlerische Leiterin der Veranstaltungs-Firma GREAT PERFORMANCES UG in Kiel überprüft sie regelmäßig die künstlerische Qualität der Produktionen, damit die Konzerte auch auf Tournee immer ein hohes musikalisches und dramaturgisches Niveau erhalten.

Frau Thompson, warum haben Sie sich für ein schlesisches Ensemble entschieden, ausgerechnet bei einer italienischen Oper?
Ob Tschechisch, Deutsch, Französisch oder Swahili, alle Opernsängern können italienisch singen – italienisch ist die Sprache der Oper, die Sprache des Gesangs, die Sprache der Musik. Wir bestehen darauf, dass jede Oper, die wir auf Tournee bringen, in der Originalsprache gesungen wird. Sehr viel Musik geht verloren, wenn man eine Oper in eine andere Sprache übersetzt – jede Originalsprache hat seine eigene Musik, und es ist diese Originalmusik, die der Komponist ausgewählt hat, betont hat, und es ist diese Sprache, die immer am schönsten klingt. Abgesehen davon, werden heutzutage sehr viele „modernisierte“ Inszenierungen in deutschen Opernhäusern angeboten. Die Oper Bytom jedoch, bietet wunderschöne traditionelle Inszenierungen an, ohne moderne Schnick-Schnack.

Worauf kann man sich bei dieser Produktion besonders freuen?
Die Stimmen sind gewaltig – die Oper Bytom nimmt jedes Jahr die besten Solisten der Schlesischen Staatsoper auf Ihre Sommertournee. Dazu kommt das wunderbare Orchester – so ein homogener und ausdrucksvoller Klangkörper findet man sehr selten, sogar bei den größten Opernhäusern der Welt. Natürlich kennt jeder den berühmten Gefangenenchor aus Nabucco – doch die ganze Oper hat eine Fülle mächtiger Chöre. Die Kostüme sind prächtig, die Inszenierung ist schlicht, aber sehr dramatisch – ein Augen- und Ohrenschmaus! Der Regisseur, Tadesz Serafin, setzt sehr großen Wert auf Sänger, die auch eine überzeugende schauspielerische Leistung liefern können. Wir sind schon jahrelang mit sehr großem Erfolg mit diesem Nabucco unterwegs, und wir freuen uns sehr, immer wieder neues Publikum damit zu begeistern.

Warum ist “Nabucco” heute so ein Publikumsmagnet?
Das überrascht mich manchmal auch – als ehemalige Opernsängerin sind andere Opern von Giuseppe Verdi mir viel vertrauter. Doch “Nabucco” ist eine Überraschung. Es gibt so viele Chöre – die großen Chöre treiben die Handlung voran. Aber auch alles, was Verdi später zum größten Meister der italienischen Oper gemacht hat, ist schon drin: die Melodien, die dramatische Charakterisierung. Der Gefangenenchor ist natürlich das “Highlight” des Abends – aber warum? Weil dieser Augenblick eine Oase der Sehnsucht ist. Die ganze Oper ist voller Action – Krieg, Konflikt, Machtgelüste – ziemlich aktuell! Plötzlich ertönt diese schwebende, wunderschöne Melodie – ein Volk sehnt sich nach Freiheit, nach Zuhause, nach dem, was jedem von uns teuer ist. Es sollte in jedem Leben mehr solcher Augenblicke geben.

Was macht für Sie, und natürlich das Publikum, Nabucco besonders sehens- und hörenswert?
„Nabucco“ war Giuseppe Verdis erster großer Opernerfolg – die Oper machte sein Namen in ganz Europa bekannt. Es gibt eine Fülle an wunderbaren Szenen und Arien, aber besonders die Chöre sind berühmt. Darüber hinaus ragt selbstverständlich einer der beliebtesten Opernchöre aller Zeiten: „Va, pensieró, sull’ali dorati“ – der berühmte Gefangenenchor. Alle fiebern den Gefangenenchor entgegen! „Nabucco“ ist hochdramatisch und leidenschaftlich; der Gefangenenchor bietet eine besondere Oase der Ruhe. Der Augenblick ist unvergesslich, ganz besonders unter freiem Himmel.

Quelle: PAULIS Das Veranstaltungsbüro

Welche Besonderheiten hat eine Operninszenierung unter freiem Himmel?
Natürlich spielt die schöne Umgebung eine ganz besondere Rolle. Der laue Sommerabend, die Sterne, die Natur gehören zum Bühnenbild und zur Atmosphäre des Ganzen. Es ist auch eine lockere, entspannte Atmosphäre für die Zuschauer – viele, die sich nicht ins Opernhaus trauen würden, können ohne Zwang die wunderschöne Musik lauschen und lieben lernen. Selbstverständlich gibt es auch Herausforderungen – ich selber habe mal beim Singen eine Mücke geschluckt.

Was sind die Höhepunkte, auf die sich die Besucher besonders freuen können?
Naja, wie schon gesagt: Wir freuen uns alle, ich mich auch, über den Gefangenenchor! Bei diesem Ensemble ist auch das Orchester eine Freude für sich – von ersten Klängen der Ouvertüre ist man von der mächtigen Musik einfach hingerissen. Noch 2 musikalische Höhepunkte sind: Das Ensemble im 2. Akt, wo alle Hauptsänger das Hauptthema nacheinander singen – wenn der Chor die Melodie übernimmt, kommt mir immer eine Gänsehaut! Und der 2. Höhepunkt ist der mächtige a capella Chor im letzten Akt, „Immenso Jehovah“. Die Sänger sind auch alle für sich phantastische Künstler.

Ist „Nabucco“ überhaupt als „Indoor-Veranstaltung“ vorstellbar?
Ja, selbstverständlich! Wir haben auch sehr viel Erfolg mit dieser Produktion als „Indoor-Spektakel“ gehabt! Da gibt es noch mehr Möglichkeiten für eine intime, abwechlungsreiche Beleuchtung – und natürlich braucht man nicht die zusätzliche Tonverstärkung, die bei einer Open-Air-Veranstaltung unverzichtbar ist.

Sind andere Produktionen in Planung oder Vorbereitung, mit denen Sie eventuell zurückkehren werden?
Wir haben auch eine wunderschöne, farbenfrohe, kurzweilige „Zauberflöte“ mit hochkarätigen jungen deutschen Hauptdarstellern und ein fabelhaftes Orchester aus Prag – vielleicht sehen wir uns bald wieder!

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Veröffentlicht von:

Aline Walter

Aline Walter ist Redakteurin und kaufmännische Mitarbeiterin bei ARKM. Als Reporterin versorgt die Studentin des Medienmanagements sowie der Unternehmensführung die Oberberg-Nachrichten täglich mit aktuellen Nachrichten und Berichten aus der Region.

Kommentare

  1. Helga Herzog
    15. Januar 2017 um 10:12 Uhr

    Ich habe Nabucco in Bregenz gesehen und war verzaubert. Nun macht es mich neugierig, wie es sich auf dem alten Steinmüllergelände in Gummersbach macht

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