Nationalspieler Simon Ernst wird den VfL Gummersbach zur kommenden Spielzeit verlassen. Der 23-Jährige wechselt im Sommer 2018 ablösefrei zu den Füchsen Berlin. „Für uns als Verein ist es natürlich schade, dass Simon nicht bei uns bleibt. Er hätte auch in Zukunft bei uns eine wichtige Rolle spielen sollen, dennoch ist es nachvollziehbar, dass er den nächsten Schritt in seiner Karriere machen möchte“, so Sportdirektor Christoph Schindler. „Simon ist in seiner Zeit in Gummersbach zum gestandenen Bundesliga-Profi und Nationalspieler geworden. Für seinen weiteren Weg wünschen wir ihm vonseiten des VfL Gummersbach alles Gute.“

Der Spielmacher des VfL selbst freut sich auf seine neue Herausforderung. „Ich habe mich für diesen Wechsel entschieden, da sich die sportlichen Ambitionen der Füchse mit meinen gut decken. Ich möchte eine gute Rolle dabei spielen, die Ziele der Berliner zu erreichen, die etwas höher gesteckt sind als beim VfL.“ Seit 2014 läuft Ernst für die Gummersbacher auf, bei denen er eine rasante Entwicklung mitgemacht hat. „Ich habe mich in den bald vier Jahren beim VfL sehr wohl gefühlt. Ich bin damals aus der dritten Liga gekommen und weiß auch ganz genau, was ich dem Verein zu verdanken habe“, so Ernst, der sich bei den Gummersbachern schnell als Spielmacher etabliert hat und zu einer Führungspersönlichkeit herangereift ist. Dass ihn seine Zeit in Gummersbach zum Nationalspieler formte und er dadurch im letzten Jahr den Europameistertitel gewinnen konnte, rundet seine Entwicklung ab. Daran, dass der VfL Gummersbach Talente zwar formen aber nicht halten kann, gilt es zu arbeiten.

„Auch dieser Wechsel ist die größtmögliche Motivation an der Zukunft des Vereins zu bauen, damit Spieler wie Simon Ernst in Zukunft langfristig beim VfL bleiben, weil ihnen auch hier eine entsprechende sportliche Perspektive geboten werden kann“, so Schindler. Bevor er sich seiner neuen Aufgabe stellt, lautet das primäre Ziel von Ernst jedoch erst einmal wieder fit zu werden und auf der Platte zu stehen – und das für den VfL Gummersbach. Seit Juni laboriert der Rückraumspieler an einem Kreuzbandriss, den er sich bei einem Lehrgang mit der Nationalmannschaft zuzog. „Ich freue mich sehr auf die verbleibenden acht Monate beim VfL. Deshalb gilt auch meine volle Konzentration für die Heilung Gas zu geben“, äußerte Ernst. Ab Februar, so der derzeitige Reha-Plan, kann der gebürtige Dürener wohl wieder ins Bundesliga-Geschehen eingreifen.

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